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Vor
sieben Schuljahren hatte die Anne-Frank-GHS Waldbronn Busenbach
damit begonnen ein mit dem Fachbegriff „integratives
Schulprojekt (ISEP)“ neues Unterrichtsvorhaben zu starten. Fünf
Schüler der Gartenschule Ettlingen ( Sonderschule für
Geistigbehinderte ) wurden in eine Grundschulklasse integriert und
nahmen aktiv am Unterricht teil. Nach den vier Grundschuljahren
wurde in den Klassenstufen 5-7 dieses Projekt in Form einer Außenklasse
weitergeführt. Ab dem Schuljahr 2006/2007 sind diese Schüler nun
in der Klassenstufe 8 und mussten, gemäß der Waldbronner
Schulstruktur, in die Albert-Schweitzer-Schule wechseln. Herr Spörl
, Klassenlehrer der 8a, sowie die Kolleginnen der Gartenschule
Frau Gläsel und Frau Lux waren hinsichtlich des Schulwechsels und
der damit verbundenen Integrationsproblematik sehr neugierig und
gespannt. Aus den ersten beiden Unterrichtswochen lässt sich aber
ein positives Resumée ziehen. Die fünf Schüler haben sich sehr
gut in ihre neue Umgebung eingewöhnt. In den Hofpausen finden
selbstverständliche Begegnungen statt. Vor allem in den sehr
handlungsorientierten Fächerverbünden wie
„Wirtschaft-Arbeit-Gesundheit“ (WAG) können sich unsere „Außenklässler“
verstärkt einbringen. In sehr detaillierten Kooperationsplänen
werden die gemeinsamen Unterrichtsstunden festgelegt. Herr Spörl
kommentierte die Maßnahme mit den Worten: „Die Hauptschülerinnen
und Hauptschüler gewinnen im Rahmen dieser Kooperationsarbeit
einzigartige soziale Erfahrungen und Einsichten, die sich
hoffentlich nachhaltig in der späteren Einstellung zu Behinderten
manifestieren.
Unabhängig von dieser offiziellen integrativen Beschulungsform
organisiert Frau Kollegin Schelm in ihren Grundschulklassen schon
seit mehreren Jahren Begegnungsprogramme mit Behindertenklassen
aus der Gartenschule. Grundschülerinnen und Grundschüler
einerseits und Sonderschülerinnen /Sonderschüler andrerseits
lernen sich bei gemeinsamen Unternehmungen, bei Wanderungen, Lerngängen
oder beim Spielen näher kennen und bauen somit Begegnungsängste
und Vorbehalte ab.
Dies sind wichtige unterrichtliche und erzieherische Beiträge für
eine umfassende Sozialerziehung unserer Kinder, die wiederum ein
wichtiges Modul für eine fundierte Personal-und Sozialkompetenz
ist. Dies geschieht gemäß dem Leitmotto des Namensgebers unserer
Schule Albert Schweitzer, der immer wieder forderte: „Ehrfurcht
vor dem Leben“.
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