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„Ein
Buch zu schreiben gibt einem die Möglichkeit sich immer
wieder neu zu verlieben“, meinte Frau Karin Bruder bei der
Autorenlesung für die Hauptschüler in der
Albert-Schweitzer-Schule. Dies ist auch die Altersstufe, für
die Frau Bruder schreibt. Woher sie die Themen nimmt, die
sie zu einem Jugendroman verarbeitet, sind mannigfaltig. Es
können manchmal Berichte aus der Zeitung sein oder
Assoziationen beim Betrachten von Fotos. Umfangreiche
Recherchen und sorgfältige Planung gehören zum Schreiben
ebenso dazu wie der Aufenthalt in dem Land oder der Stadt,
in der sich die Romanfiguren bewegen. Für ihr neuestes Buch
musste sie sich z.B. über das Klonen informieren und auch,
wie Blinde ihren Alltag souverän meistern können. Von der
Planung bis zur Veröffentlichung können dadurch ungefähr
3 Jahre vergehen. In der Zeit kann sich aus einem geplanten
Liebesroman dann beim Schreiben auch manchmal ein Thriller
entwickeln.
Gespannt lauschten nach diesem Einblick in die Arbeit einer
Autorin die Schülerinnen und Schüler, als Frau Bruder
Abschnitte aus ihrem neusten Buch „Die Erben der Pharaonin“
vorlas, das in Ägypten spielt und in dem es um ein groß
angelegtes Komplott im Bereich der Gentechnik geht. Eve, die
blinde Kleo und Jojo, der an einer seltenen Augenkrankheit
leidet, bringen sich mit ihren Nachforschungen im Ägyptischen
Museum und in der Universitätsklinik in große Gefahr.
Die Schulleitung bedankt sich bei Frau Bruder ganz herzlich
für die Gestaltung dieser Veranstaltung. Sicher wurden
einige Schülerinnen und Schüler dadurch angeregt, mal
wieder so richtig zu schmökern. |