Albert-Schweitzer-Schule Waldbronn

Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule


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April 2006: Projektprüfungen in der ASS

Hauptschüler präsentieren ihre Projekte

40 Jahre Schulgeschichte Grundschülern näher gebracht

Bundesweit erlebt die Hauptschule in den Medien eine Beschreibung der negativen Art. Gewalt, Integrationsprobleme, Leistungsunfähigkeit, Aussichts-und Perspektivlosigkeit. Dies ist zweifellos ein einseitiger Eindruck und davon abgeleitet ein völlig einseitiges und falsches Urteil, das der Realität nicht entspricht. An der Albert-Schweitzer-Schule wie in vielen anderen Hauptschulen Baden-Württembergs haben in den letzten Wochen die Projektprüfungen stattgefunden. Dabei handelt es sich um eine Prüfungsform, die bestimmte Unterrichtsprinzipien an der Hauptschule überprüft und evaluiert. Die Bildungsplanreform von 2004 hat mit der Einführung von Bildungsstandards auch die Justierung besonderer Unterrichtsformen bestimmt. Das Projekt als eine Unterrichtsform soll wegführen vom starren Unterricht hin zu offenen Formen, die den Schüler/die Schülerin zur selbstständigen Informationsgewinnung und Informationsverarbeitung  befähigen sollen.  Unter Anleitung und Beratung von Lehrerinnen und Lehrern muss er oder sie Lernprozesse im Team selbst organisieren.

         

Ein Fußballturnier für die 4.Klassen organisierte eine Projektgruppe. 

Unsere Neuntklässler haben diese Aufgabenstellung in einem rund sechswöchigen Prozess wie folgt umgesetzt.

In der Vorbereitungsphase ging es darum sich als Team ( 3er-Team) zu finden, ein Thema zu  formulieren und dies mit dem Mentor abzusprechen. Eine wichtige Phase war die Methode der Informationsbeschaffung und der Auswertung des gesammelten Materials. Dies ging neben dem normalen Unterricht einher.

In der einwöchigen Durchführungsphase ging es um die eigentliche Erarbeitung des Themas in der Schule. Das Thema musste schriftlich dokumentiert und mit ausgewählten Medien visualisiert werden. In dieser Zeit wurden die Arbeitsteams von Lehrern beraten , aber auch beurteilt.

In der Präsentationsphase mussten die Teams ihre Ergebnisse einer Kommission vortragen. Entscheidende Kriterien waren dabei die Güte des verbalen Vortrags, die Art der Präsentation ,die Auswahl der Medien und der Wert der schriftlichen Dokumentation.

Eine Gruppe organisierte eine Kinderolympiade.

Unsere Schülerinnen und Schüler haben dabei sehr interessante Themen gewählt; wie z.B. die Organisation eines Sporttags  mit einer Grundschulklasse, die Veränderung der Männermode in den letzten 50 Jahren, die Geschichte des Bieres als Nationalgetränk, die Geschichte des Dogenpalastes in Venedig oder die moderne Technik im Showgeschäft. Die Schülerinnen und Schüler haben dabei ein sehr hohes Maß an erworbenen Kompetenzen unter Beweis gestellt, wie Teamfähigkeit, Methoden – oder Sachkompetenz. Ein wichtiger Punkt war immer wieder die Feststellung, dass unsere jungen Leute gern miteinander arbeiten und somit ein gutes Maß an Sozialkompetenz sich im Laufe der Schulzeit erworben haben. Interessant war auch die Beobachtung, wie sich zwei Gruppen unseren Grundschülern gewidmet und sie in ihre Aufgabenstellung integriert haben. Diese Projektprüfung an der Albert-Schweitzer-Schule war der konkrete Gegenbeweis gegen das momentan erzeugte Meinungsbild über die Hauptschule

       

                      Männermode                                        Die Geschichte des Bieres                        

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