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Die
ASS zu Besuch im Zentrum der Macht

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Unsere
10te Klasse auf historischen Stufen
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Es ist fast schon
eine lieb gewordene Tradition, dass die Abschlussklassen der
Albert-Schweitzer-Schule nach Berlin fahren. So war es auch wieder
Ende Februar, als die 9. Klasse sich auf den Weg machte; in Berlin
traf man auf die Mitschüler der 10. Klasse, die bereits einen Tag
vorher angereist waren. Trotz unterschiedlicher Programme gab es so
natürlich immer wieder Berührungspunkte, zumal man beide
Klassenstufen auf derselben Etage untergebracht hatte.
Berlin ist ja
bekanntnlich immer eine Reise wert, denn neben den obligatorischen
Programmpunkten gibt es deart viele Sehenswürdigkeiten zu
besichtigen, dass man mehrmals in unsere Hauptstadt fahren muss, um
auch nur annähernd alles zu sehen, und Jährlich kommen neue
Attraktionen hinzu.
So galt es heuer
ein Programm zusammenzustellen, das politischen, gesellschaftlichen
und kulturellen Ansprüchen Rechnung trug. Die Freizeit sollte dabei
ebenfalls nicht zu kurz kommen.
Die 10. Klasse ließ sich durch die Vernichtungsanlage in
Sachsenhausen, das dortige ehemalige Konzentrationslager führen und
war tief beeindruckt.
Ein weiterer
Programmpunkt war die Besichtigung des ehemaligen Stasi-Gefängnisses
in Hohenschönhausen. Mit eindrucksvollen Worten führte ein
ehemaliger politischer Häftling durch die noch gut erhaltene Anlage
und schilderte mit nachhaltigen Worten zu welchen Gräueltaten der
Mensch fähig ist, wie dort Häftlinge behandelt und gebrochen
wurden – ein dunkler Ort der jüngeren deutschen Geschichte. Die
Schüler konnten sich ein recht plastisches Bild davon machen, was
Folter bedeutet. Selbst wenn die Jugendlichen diese Zeit nicht mehr
selber miterlebt haben wurde doch klar, dass Deutschland,
insbesondere der Osten, nicht immer so war, wie es sich heute als
selbstverständlich darstellt. Betroffenheit, Beklommenheit und
Stille waren die verständlichen Reaktionen der Schüler.
Der kulturelle Höhepunkt der Reise war nach dem Bekunden der Schüler
der Besuch einer Veranstaltung der „Blue-Man-Group“ am Potsdamer
Platz. Aktionsreiche Komik mit einem gehörigen Schuss Rockmusik der
allerbesten Güte zeichnete die Veranstaltung aus und zog die
Besucher in ihren Bann. Die Bilder, die im Anschluss an das Konzert
von den Schülern mit den Mitgliedern der Band geschossen werden
mussten, waren nicht mehr zählbar. Andenken mussten gegen bare Münze
her und bis zum heutigen Tag ist das Konzert ein Gesprächsthema bei
den Schülern.
Berlin ist natürlich
auch das Zentrum der politischen Macht in Deutschland und so darf
bei einem Besuch der Hauptstadt eine Besichtigung des Reichstages
nicht fehlen. Ausdrücklich gedankt sei an dieser Stelle noch mal
MDB Axel Fischer von der CDU für die 10. Klasse und MDB Patrick
Meinhardt von der FDP für den Empfang der 9. Klasse. So hatten die
Schüler die Gelegenheit einmal ein Abgeordnetenhaus von innen zu
sehen und mit einem Abgeordneten ins Gespräch zu kommen, wovon
beispielsweise di 9. Klässler regen Gebrauch machten. Herr
Meinhardt war sichtlich begeistert von der anregenden und
umfangreichen Diskussion mit der Klasse, so dass er fast seine
weiteren Termine verpasst hätte.
Abends war dann die
9. Klasse zu einem Essen in die bundestagskantine eingeladen (gegen
eine geringe Unkostenbeteiligung), anschließend ging es in den
Plenarsaal, um einer Bundestagssitzung beizuwohnen. Obwohl abends
nicht unbedingt die weltbewegenden Dinge behandelt werden, war das
Interesse und entsprechend die Aufmerksamkeit der Schüler groß.
Jeder war sich darüber bewusst an welchem bedeutenden Ort man sich
gerade befand.
Die Besichtigung
des Bundestages wurde mit der Durchwanderung der Glaskuppel, wieder
unterlegt mit vielen Hinweisen und Erklärungen, abgerundet.
Das Landschulheim in Berlin begeisterte die Schüler wieder, wie
schon Klassen vor Ihnen, die dort zu Besuch waren. Nicht nur die Schüler
gewinnen dort Eindrücke für ihr ganzes Leben, auch als Lehrer
lernt man seine Klasse von einem anderen Level her kennen,
wenngleich auch ab und an Schlafdefizite auftreten.
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