Gegen Alkoholmissbrauch – für die Gesundheit der Jugend
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Herr
Haug, Suchtbeauftragter des Landratsamtes Karlsruhe
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Vor einer voll
besetzten Aula der Albert-Schweitzer-Schule konnte Herr Rektor
Hepperle viele Schülerinnen und Schüler mit ihren Eltern,
Lehrerinnen und Lehrer der Waldbronner Schulen sowie interessierte
Bürgerinnen und Bürger begrüßen, die der Einladung zu der
Veranstaltung über Alkoholmissbrauch gefolgt waren. Referent war
Herr Matthias Haug, Suchtbeauftragter des Landratsamtes Karlsruhe.
Frau Schulrätin Raquet , Herr Bürgermeister Ehrler sowie die
Herren Grabetz und Becker vom Polizeiposten Waldbronn
unterstrichen mit ihrer Anwesenheit die Wichtigkeit dieses
Problems. Herr Haug führte aus, dass es für Jugendliche noch nie
so leicht war, hochprozentige Genussmittel zu erwerben. Im
internationalen Vergleich liege Deutschland mit einem jährlichen
Verbrauch von 10,2 l reinen Alkohols pro Person an der Spitze. Übertroffen
werde dieser Wert nur noch von der Tschechischen Republik.
Verantwortlich für diese Entwicklung machte der Referent dafür
vier wesentliche Sachverhalte:
- eine
tiefe Erziehungsunsicherheit mit einem Fehlen von festen
Normen und Werten
- ein
fehlendes Generationendenken mit langfristigen Lebensplanungen
- ein
hohes Wohlstandsniveau
- ein
vielfältiges Angebot von Suchtmitteln zu relativ günstigen
Preisen
Herr Haug
forderte von den Erwachsenen eine Erziehungshaltung ein, die
unseren Kindern und Jugendlichen feste Normen vermittelt. Kinder
sind noch nicht in der Lage, alle Konsequenzen ihres Handelns
einzuschätzen und diese zu verantworten. Sie brauchen Grenzen,
klare Fixpunkte, an denen die jüngere Generation sich orientieren
kann. Herr Haug forderte auch ein Vorbildverhalten von der
Gesellschaft ein, die den übermäßigen Alkoholgenuss ächtet.
Das Jugendschutzgesetz müsse, so der Referent, unbedingte und
absolute Richtschnur sein. Auf die Einhaltung der einschlägigen
Paragrafen müsse geachtet werden.
Herr Bürgermeister
Ehrler führte in seinem Statement aus, dass die Gemeinde die Ächtung
von Suchtmitteln als oberste Aufgabe ansehe. Der Abbau von
Zigarettenautomaten an gemeindeeigenen Gebäuden, das
Aufenthaltsverbot im Bereich des Gebietes Ermlisgrund, die
Einbindung des Jugendgemeinderates mit eigenen Projekten sind nur
einige wenige zu erwähnende Module in diesem Präventionsprogramm.
Die Wortmeldungen
brachten alle zum Ausdruck, dass Alkohol in der Hand des Kindes
und Jugendlichen nichts zu suchen habe. Die Gesellschaft insgesamt
und damit auch jeder einzelne Erwachsene habe hier eine hohe
Verantwortung zum Wohle des Ganzen.
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