|
Schulgeschichte

|
|
|
|
Im 17. Jahrhundert gab es im "Stab Reichenbach", der im
Wesentlichen das heutige Waldbronn umfasste, noch keine Schule.
Die drei Dörfer des Stabs Busenbach, Etzenrot und Reichenbach gehörten
zur Pfarrei Ettlingen, und da das Schulwesen der Pfarrei
zugeordnet war, gingen die Kinder auch dort zur Schule. Unterricht
war aber nur im Winterhalbjahr, und die Kinder mussten den täglichen
Weg nach Ettlingen zur Schule zu Fuß zurücklegen.
|
|
|
|
1739 gab es dann eine Verbesserung. Für dieses Jahr nämlich
ist in Busenbach ein Schulhaus nachgewiesen, in dem auch die
Reichenbacher und wahrscheinlich auch die Etzenroter Kinder
unterrichtet wurden. Der Lehrer übrigens wurde mehr als karg
ausschließlich in Naturalleistungen bezahlt, die von den Bürgern
der drei Dörfer aufzubringen waren. "Nebeneinkünfte hat er
keine, außer dass er nebst dem Schultheißen die Stelle eines
Totengräbers vertritt!", so in einem Bericht.
|
|
|
|
Das erste Reichenbacher Schulhaus war zugleich Rathaus und stand
mitten auf der heutigen Stuttgarter Straße etwa auf der Höhe der
Kreuzung Neuer Weg Kinzigstraße. Es war ein echtes Gemeindehaus.
Im Erdgeschoss waren die Gemeindekelter und die Feuerwehr
untergebracht, Im zweiten Stock waren das Ratszimmer und ein
Schulzimmer, und zwischen beiden Räumen war noch eine Räucherkammer
eingebaut, in der die Bürger ihre Schinken- und Speckvorräte räuchern
konnten.
|
|
|
|
|
|
|
Das alte Schulhaus in der
Busenbacher Straße
|
Die 1900 erbaute
Karl-Walter-Schule
ist heute Heimstatt der Musikschule Waldbronn
|
|
Um 1850 wurde die Gemeinde gedrängt ein eigenes Schulhaus zu
erwerben, da Reichenbach eine zweite Lehrerstelle erhielt. 1858
kaufte die Gemeinde deshalb ein geräumiges Privathaus in der
Busenbacher Straße 8 und richtete es als Schulhaus ein. Knapp 50
Jahre später platzte dieses Schulhaus aus allen Nähten. So wurde
am Dorfrand an der Pforzheimer Straße ein neues Schulhaus
geplant, für das am 17. Juli 1900 der Grundstein gelegt wurde.
Dieses Gebäude ist heute die Heimstatt der Musikschule Waldbronn.
|
|
|
|
Anfang der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurde auch
dieses Gebäude zu
klein, da Reichenbach durch seine Neubaugebiete einen starken Bevölkerungszuwachs
hatte. Wieder wurde am Ortsrand eine neues Schulgebäude geplant,
die heutige Albert - Schweitzer - Schule in der Zwerstraße. Sie wurde
ergänzt durch eine Turnhalle im Bild links unten) und ein zweites Gebäude in
Fertigbauweise (oben).
|
|
Die Albert-Schweitzer-Schule aus der Vogelperspektive, wie sie bis
1992 ausgesehen hat
|
|
|
|
Das Schuljahr 1991/92 war für die Albert-Schweitzer-Schule im
Ortsteil Reichenbach in
zweierlei Hinsicht ein wichtiges Datum. Ab diesem Schuljahr wurden
die ersten Schülerinnen und Schüler in die Werkrealschule der
Hauptschule übernommen. 1993 legten dann die ersten 13 Schülerinnen
und Schüler ihre Prüfung zu einem mittleren Bildungsabschluss in
dieser Schulart ab, die inzwischen in Baden-Württemberg zu einer
Regelschule geworden ist. Mittlerweile besuchen im Schnitt 20
Jugendliche das 10. Schuljahr an der Reichenbacher Hauptschule und
haben damit die Möglichkeit, einen der Realschule gleichwertigen
Bildungsabschluss in der eigenen Gemeinde zu erreichen.
Grundschulen gibt es wohnortnah in allen drei Waldbronner
Ortsteilen. Die auf der Grundschule aufbauenden weiterführenden
Schulen Realschule und Gymnasium sind gut erreichbar mit Bus und
Bahn im Schulzentrum Langensteinbach in Karlsbad vorhanden.
Zum zweiten wurde im Schuljahr 1991/92 mit dem Neubau und der
Sanierung der Schule im Ortsteil Reichenbach begonnen. Einschließlich
der Außenanlagen kostete diese Maßnahme die Gemeinde den stolzen
Betrag von 18 Millionen DM.
|
|
zurück
zum Seitenanfang
|