Gemeindenachricht

Begrüßung der Asylbewerber


Bürgermeister begrüßt Asylbewerber im Rathaus


11 Asylbewerber sind in den vergangenen Tagen in Waldbronn angekommen. Bei einem Begrüßungskaffee im Rathaus sind eine vierköpfige Familie und sieben Männer von Bürgermeister Franz Masino und verschiedenen Vertretern der Kirchen, sozialen Einrichtungen sowie einigen Gemeinderäten begrüßt worden. Die Familie ist in der Ettlinger Straße, die Männer sind in den mobilen Wohneinheiten in Neurod am Campingplatz untergebracht. Dort hat Bürgermeister Franz Masino die neuen Mitbürger zu einer Bustour durch die Gemeinde abgeholt und erst einmal über Etzenrot kommend weiter zum Rathausmarkt begleitet und ihnen dabei ein paar Einkaufsmöglichkeiten gezeigt. 
Die Familie mit den zwei- und dreijährigen Kindern kommt aus Syrien und senken „unseren Altersdurchschnitt in Waldbronn erheblich“, so Franz Masino. Die beiden Kleinen tauten denn auch nach einer Weile sichtlich auf und hatten ihren Spaß. Zwei Asylbewerber kommen aus Georgien, vier aus dem Iran und einer aus Bosnien. Letzterer ist ein junger Mann von 41 Jahren, er spricht bereits sehr gut Deutsch („ich lerne jeden Tag“) und sucht dringend Arbeit. „Es ist sehr langweilig so ohne Arbeit“, erklärt der gelernte Maschinentechniker. Er würde auch gerne etwas mit technischem Zeichen oder Maschinenbau machen. Kriegsbedingt ist er damals aus Bosnien geflüchtet. Die Männer versuchen, Arbeit zu finden, es ist aber nicht so einfach. Dabei werden sie auch von einem extra gegründeten Arbeitskreis „Willkommen für Fremde“ unterstützt, „wir versuchen, zu helfen und zu unterstützen“, so Kristian Kroschel, Mitinitiator des Arbeitskreises. Die Vertreter aus Kirchen, Caritas und engagierten Bürgern wollen neben einer ansprechenden „Willkommenskultur“ natürlich auch praktische Hilfe anbieten, wie etwa Deutsch beibringen oder Hilfe bei den Integrationskursen. „Wir sind quasi eine praktische Auskunftsbox“, so Kristian Kroschel. So soll eine Art Nothilfetelefon eingerichtet werden.
Viele interessante Gespräche haben an diesem Nachmittag stattgefunden, Sprachbarrieren wurden überwunden und Hilfe und Unterstützung zugesagt. „Es ist für uns alles Neuland“, so Franz Masino. „Sagen Sie uns, wenn Sie Hilfe brauchen, wir stehen alle am Anfang“. Ein solcher ist jetzt gemacht.  Anschließend ging es dann wieder Retour mit dem Bus nach Neurod.

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