Gemeindenachricht

Neugestaltung Ortskern Reichenbach


Mit der Neugestaltung des Ortskerns von Reichenbach befasste sich der Ausschuss für Umwelt und Technik in seiner vergangenen Sitzung. Dass das Verfahren zur Aufstellung eines Bebauungsplanes eingeleitet wurde, beschloss der Ausschuss bereits im September 2013. Jetzt stellte Patrick Humbert vom beauftragten Stadtplanungsbüro verschiedene Varianten und Gestaltungsideen dem Ausschuss vor.
Zweck des Bebauungsplanes ist, die bauliche und verkehrstechnische Entwicklung im Bereich Pforzheimer Straße zu ordnen, die vorhandene Infrastruktur auszubauen und den gesamte Bereich fußgängerfreundlicher zu gestalten, um auch eine Verbindung zwischen den einzelnen Einrichtungen zu verbessern. Darüber hinaus ist eine mögliche Neubebauung zwischen der jetzigen Ladenzeile und des Kurhauses angedacht.
Zu den Schwächen des Ortskernes zählte Patrick Humbert u.a. die geringe Aufenthaltsqualität, den wenig einladenden Zugang zum Kurpark, das starke Verkehrsaufkommen, den engen Gehweg am Kurpark (Pforzheimer Straße). Man müsse die Grünflächen mehr verknüpfen und die Bereiche fußgängerfreundlicher gestalten. Die Kurparkseite, also hinter den Gebäuden, könnte durch Terrassen und Arkaden attraktiver gestaltet werden. Eine Neubebauung mit Ladenzeilen neben dem Parkplatz der Bäckerei würde das Gebiet ebenfalls attraktiver machen. Die kleine Straße vor der vorhandenen Ladenzeile könnte als Art Fußgängerzone angelegt werden, eine Tiefgarage würde für Parkplätze sorgen.
Gerade das Park- und Stellplatzproblem sowie die Ein- und Ausfahrt einer möglichen Tiefgarage bereite allen Ausschussmitgliedern Sorge. Besonders das Ein- und Ausfahren in den fließenden Verkehr an der Pforzheimer Straße sei bereits jetzt ein großes Problem. Auch sei zu überlegen, ob der Zugang zum Kurpark nicht grundsätzlich verlegt werden könne, so Ralf Störzbach (FW).
Diese Bedenken seitens der Verwaltung und der Ausschussmitgliedern sollen bei der weiteren Planung berücksichtigt werden. Die nächsten Schritte sind, so Bürgermeister Franz Masino, auf die Gewerbetreibenden und Grundstückseigentümer zuzugehen und zu einem Planungsgespräch einzuladen.
 
Knotenpunkt Stuttgarter Straße/Friedensstraße soll sicherer werden
Der Einmündungsbereich Friedensstraße in die Stuttgarter Straße soll umgestaltet werden, um besonders die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer in diesem Bereich zu erhöhen. Die Verwaltung stellte dem Ausschuss, auch als Ergebnis eines Ortstermins mit verschiedenen Fachbehörden, konkrete bauliche Maßnahmen vor, mit dem dieses Ziel erreicht werden soll.
Der Gehweg auf der Westseite der Stuttgarter Straße soll zu einem Fuß- und Radweg verbreitet werden. Für Radfahrer, die Richtung Ortsmitte fahren, soll eine übersichtlichere Einfädelung nach der Grundstückszufahrt Blumen Kraft geschaffen werden. Ortsauswärts soll parallel zum Fahrbahnrand im Bereich der Friedensstraße ein rot gekennzeichneter Fahrradstreifen angelegt werden. Die dreieckige Verkehrsinsel in der Friedensstraße soll zu einer tropfenförmigen Querungshilfe umgebaut werden. Die Zufahrt zu Blumen Kraft bleibt unverändert. Dadurch, dass der Fuß- und Radweg verbreitet wird, werden auch die Sichtbeeinträchtigungen verringert.

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