Gemeindenachricht

Etzenroter Narren plädieren im Ortskern für einen „Drive In“


Närrisches Volk von nah und fern rotteten sich am Rosenmontag vor der Etzenroter Dorfwiese zusammen und besetzten nach und nach den Saal im Gesellschaftshaus. Mit ein Höhepunkt der Waldbronner Fasnacht ist der Rosenmontagsball der Etzenroter Vereine. Kein Platz war mehr frei, als Moderator Julian Linder die bunte Narrenschar begrüßte. Und gewohnt schlagfertig und keinen Seitenhieb und Fettnapf auslassend durch den Abend führte. Das „Q-Stall-Duo“ begleitete mit so manchem Tusch und Stimmungsliedern das Geschehen auf der Bühne.

Unter dem Motto „Alles neu“ kommentierte Julian Linder die mehr oder minder erfolgreichen Geschehnisse in der Gemeinde: Die neue Straßenführung am Hirsch, die Querungshilfe und die Weihnachtsbeleuchtung, die ein wenig länger als sonst hing. Darüber hinaus bot er Etzenrot als neuen Standort für den Eistreff an.

Die kleine Mia Pizzino vom Faschingsverein Singen tanzte sich zu Beginn in die Herzen der Narren und Michael Ochs eröffnete den Abend als Erster in der Bütt, keine leichte Aufgabe. Doch als Safarireisender hatte er die Lacher gleich auf seiner Seite.

Das Gardetanzpaar vom TSG Ettlingen, Emilie Schroth und Max Van Bruck, sind die amtierenden badischen Juniorenmeister und sorgten mit ihren akrobatischen Höchstleistungen für Staunen und viel Applaus. Die Marching Band vom Musikverein Etzenrot brachte mit ihren jazzigen Klängen einen Hauch New Orleans nach Etzenrot. Ebenso gern gesehene Gäste sind die Musiker der „Russegugge“ aus Auerbach, die mit ihren schnellen und schrägen Klängen ebenfalls für gute Stimmung im Saal sorgten. Überhaupt: Kein Programmpunkt ließ die Etzenroter kalt, viel Applaus war allen gewiss, manch einer bekam sogar „ständing owaischens“.

Ein harmonisches Ehepaar, dargestellt von Sabrina Linder-Ziegler und Lukas Schroff, war gar nicht so harmonisch. Im Gegenteil: Ob sich wohl so manches Pärchen im Saal wiedererkannte? Da wurden nämlich kurz und bündig sämtliche Gewichts-, Urlaubs- und Viagraprobleme mal mehr mal minder herzlich von Herbert und Elfe durchgehechelt.

Mit Gewichtsproblemen haben SchippeSchippeSchipp von der katholischen Frauengemeinschaft keine Probleme. In Mülltüten bemantelt besangen sie mit viel Sinn für Selbstironie sich und ihre Vorteile.


Schippeschippeschapp
Die Sängerinnen von der katholischen Frauengemeinschaft
berieten hinsichtlich jeglicher Modefragen.


Ein karnevallistischer Volltreffer waren auch die „Dorlacher Schlumple und Auguste“, die mit ihren Stimmungsliedern die Narren in Bewegung brachten. Als weitere Gäste von außerhalb war die Trüffelbande der Spessarter Eber gekommen, die beim „Herzblatt“ auf Partnersuche gingen.

Zahlreiche Lacher hatten beim Werbedreh zum „Zuzler-Schnapps“ Corinna Müller und Christiane Schempp-Scherer auf ihrer Seite. Es wollt` aber auch so gar nicht mit der „Aaaction“ klappen. Außer natürlich der zur Hilfe geholte Narrenchor, der einfach nur „famous“ war.

Rosi Linder und Annette Ochs waren dieses Jahr bei Germanys Next Top Model mit dabei. Ihre Erlebnisse mit Bruce und auf dem Catwalk („schreiten, wie wenn man uffs Klo muss“ ), sorgten heuer für ein Foto und für viel Applaus.


Germanys Next Top Model
Annette Ochs und Rosi Linder waren dieses Jahr beim Germanys Next Top Model dabei.
Sie bekamen dafür ein Foto.


Das DRK Etzenrot suchte bei seiner Playback-Tanznummer zu afrikanischen Klängen Nachschub für den Kochtopf und die Etzenroter „Heidebickel“ versuchten bei ihrem Strumpfhosentanz im Gleichgewicht zu bleiben. Beides gelang vortrefflich.

Die vier Schönsten besangen die Parkplatzsituation vor dem Etzenroter Rathaus und schlugen vor, den Messaros zum „Drive In“ zu machen.


Die vier Schönsten
Die vier Schönsten aus Etzenrot bemängelten die Parkplatzsituation vor dem alten Rathaus.

Der fehlende Stundenschlag bei der Kirche, die Situation am Campingplatz und das Schwitzers waren weitere Themen, die Sabrina Linder-Ziegler, Corinna Müller, Christiane Schempp-Scherer und Siegfried Scherer, begleitet von Bernhard Föhrenbacher, närrisch beleuchteten und für eine Zugabe sorgten. Als gern gesehener Gast von der Concordia war Achim Waible wieder als Vincent dabei und berichtete gewohnt komödiantisch Neues über Alma und sein bewegtes Liebesleben.

Den Schlusspunkt setzte die Freiwillige Feuerwehr Etzenrot um Kommandant Klaus Pukowski, die beim Waschtag der Omas Zahnpasta, Klopapier und Waschlappen teilten und bei den Narren für feuchte Augen sorgten.

Freiwillige Feuerwehr
Die Männer von der Freiwillige Feuerwehr machten als Omas in der Waschstraße eine sehr gute Figur.


Julian Linder und Mario Schäfer setzten mit ihrer Playback Show musikalisch noch mal einen drauf, bevor dann mit dem großen Finale ein kurzweiliger Abend sein närrisches Ende fand.

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