Gemeindenachricht

Bunter Umzug bei etwas trübem Narrenwetter
Waldbronner Umzug lockte wieder viele Besucher an


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Hippies schickte der TSV Reichenbach auf den närrischen Parcours.

Die Narren kamen aus der gesamten Region, die weiteste Anreise hatten aber die Fasnetabteilung des TSV Waldenbuch, sie nehmen jetzt schon viele Jahre einen Anfahrtsweg von über 80 km in Kauf, um beim Waldbronner Umzug dabei zu sein und die Täleshexen aus Aichtal, die noch einige Kilometer mehr Anreise zu bewältigen haben. Nach Schätzungen der Polizei waren etwa 15.000 Zuschauer zum Umzug gekommen.

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Werbung in eigener Sache betrieb der Gesangverein Busenbach.

Trotz des trüben, nebligen Wetters -eine völlig neue Erfahrung für den Waldbronner Umzug, bei dem in den vergangenen Jahren meistens die Sonne lachte- ließen es sich die großen und kleinen Narren entlang des Zugwegs nicht verdrießen. Die Narrenrufe der einzelnen Gruppen wurden eifrig erwidert, und genau so eifrig wurden Gutsele und Kamellen eingesammelt, die von den Wagen herunter freigebig an die Besucher verteilt wurden. Dabei waren neben den kleinen Narren auch viele Papas, Mamas, Opas und Omas eifrig am Sammeln, als gelte es Vorrat bis zum Umzug im kommenden Jahr anzulegen.

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Seine Teufel schickte Etzenrot herunter nach Busenbach und Reichenbach.

Viele "Dauergäste" hat Waldbronn, so Andrea Kraft, im Rathaus für die Zugorganisation zuständig. Dazu zählen auch die Gruppen der Ettlinger Karnevalsorganisationen mit Fußgruppen und Kapellen wie die Dohlenaze und Straßenfastnachter des Ettlinger Carnevalsvereins, der Wasener Carneval-Club, die Horbachdeifl der Historischen Bürgerwehr, Rebhexe, Moschdschelle und sogar das närrische Dreigestirn der Ettlinger Narrenvereinigung fuhr im Zug mit.
Stark vertreten waren mit drei Nummern auch die Auerbacher Fastnachter mit Russegugge, den Auerbacher Dorfhexen und der Fastnachtsgemeinschaft mit den Kugel Baxen. Aus der Nachbargemeinde sorgte der Spielmannszug der Feuerwehr Mutschelbach für fastnachtliche Rhythmen im Zug.

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Mit seinen zahlreichen Fastnachtsgruppen lief der Gesangverein Concordia Reichenbach im Zug mit.

Unter den auswärtigen Gruppen gab es viele Hexengruppen in teils originellen Kostümen und mit schönen Masken, die mit den Zuschauern ihren Schabernack trieben. Jedes Jahr ein Hingucker sind auch die Redder Eisbärn aus Pfaffenrot ebenso wie die Waldmännle Pfaffenrot mit ihrem Wagen.
Eröffnet wurde der Zug in diesem Jahr durch die Fastnachter des Gesangvereins "Concordia" Reichenbach. Mit Guggemusik, den Garden, einer Clowngruppe und dem Elferratswagen führte die Concordia den närrischen Lindwurm an. Aus Waldbronn ließ der MSC Reichenbach wunderschöne Engel im Zug mitschweben. Werbung in eigener Sache betrieb der Gesangverein Busenbach.Neben seinen Garden ließ die Lyra Reichenbach auch ihre Kapelle im Zug mit marschieren, die eifrig Marschmusik und Faschingsschlager intonierten. "TV Busenbach–Affengeil", dies wurde unterstrichen durch viele liebe Affen.

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Auf die Bedeutung des Eistreff für Kinder wies der ERC Waldbronn hin.

Aus Etzenrot waren die Teufel vom Etzenberg und die Heidebückel herabgestiegen und die "New Orleans Marching Band" des Musikverein Etzenrot beeindruckte mit ihren jazzigen Rhythmen. Die "Feldgriller"aus Busenbach spielten auf die aktuelle Grippewelle an und stellten auf ihrem Wagen fest: "Der Faschingsvirus ist hier allen wohl bekannt, er steckt zwar an, doch macht nicht krank". Dass es auch in Waldbronn Hexen gibt, bewiesen die Waldbronner Hexen. Als "Eishexen und Eisteufel aus dem Eistreff" zogen Aktive des ERC Waldbronn mit und forderten: "Ist die Finanzlage noch so heiß, unsere Kinder brauchen Eis!".

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Für zünftige Musik sorgte die Kapelle des Musikvereins "Lyra" Reichenbach in ihren grün-gelben Kostümen.

Der FC Busenbach, bei dem auch die Damengymnastik mit marschierte, forderte die Zuschauer auf: "Mach mit, sei fit!" Mit einer Hühnergruppe zog der Kleintierzuchtverein Reichenbach mit im Zug. Den Schlusspunkt des Zugs markierten die Kneipenterroristen Busenbach, die Durstigen Wölfe Waldbronn und zuletzt der TSV Reichenbach mit der aktuellen Forderung "Make Love not War".
Für die Sicherheit im Zug verantwortlich waren Rotes Kreuz Etzenrot, Feuerwehr Waldbronn und Polizei. Der Zug verlief nach Aussage der Polizei absolut friedlich.



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