Gemeindenachricht

Ein Ort des Innehaltens: Neues Kreuz mit einer kleinen Feier gesegnet


Feierliche Segnung des neuen Wegkreuzes in der Bahnhofstraße.

Ein Ort des Innehaltens: Neues Kreuz mit einer kleinen Feier gesegnet

 
Orte der inneren Einkehr und des Innenhaltens sind selten, daher umso wichtiger. Mit dem Aufstellen des neuen Wegekreuzes in der Bahnhofstraße ist ein derartiger Ort wieder erschaffen. Während einer kleinen Andacht, musikalisch umrahmt vom der Bläsergruppe des Musikvereins Edelweiß, segnete Pfarrer Torsten Ret das neue „sichtbare Wegzeichen“. Hier, so Pfarrer Ret, könne der Alltag einen Moment unterbrochen und innegehalten werden.
 
Ursprünglich als Mahnmal gedacht wurde das Sühnekreuz 1925 aufgestellt. Es ist bereits der dritte Standort, erinnerte Bürgermeister Franz Masino. Unweit seines bisherigen Standortes wurde das Kreuz jetzt erneut aufgestellt. Sühnekreuze geben es überall im Ort, meistens als Art Versöhnungsgeste für ein schreckliches Geschehen. So auch hier: Ursprünglich errichtet von einer Mutter, deren Sohn 1925 eine Ordensschwester erschlagen haben soll.  Durch Witterungseinflüsse war das Kreuz mit Korpus stark beschädigt und mussten entfernt werden, so Franz Masino weiter. Dank der Initiative von Gemeinderat Joachim Lauterbach und der Spenden vieler Waldbronner Bürgerinnen und Bürger konnte eine Wiederherstellung im Frühjahr ermöglicht werden. Sein Dank gehe auch an den Bauhof, die den neuen Standort sehr schön hergerichtet haben.

Bürgermeister Franz Masino dankte den vielen Spendern.              Gemeinderat Joachim Lauterbach (rechts) dankte dem hiesigen Bildhauer Manfred Vogel.

Von einer „überwältigenden“ Spendenbereitschaft sprach Gemeinderat Joachim Lauterbach. Auf der Straße haben ihm die Bürger Geld in die Hand gedrückt, so der Bürgermeisterstellvertreter. Ein großer Dank gehe ebenfalls an den heimischen Bildhauer Manfred Vogel, der in unzähligen Stunden den neuen Korpus angefertigt hat,  tatkräftig unterstützt von seiner Lebensgefährtin Margarete Bertsch, die beispielsweise um die 250 Dornen in die Krone genagelt hat. Ein weiterer Dank, so Joachim Lauterbach, an die Firma Bernhard Csernalabics, die das Kreuz mit dem Schutzdach angefertigt haben. Er sei sehr stolz auf diese „Wir-Aufgabe“, gemeinsam habe die Gemeinde mit den Bürgern einen Ort der Begegnung geschaffen. Er wünsche sich einen Ort der Freude, der hoffentlich von Vandalismus verschont bleibe.
Im Anschluss der Feierstunde fand noch ein gemütliches Beisammensein im Clubhaus des MSC statt.
 
INFO: In dem Buch „Zeugnisse christliches Glaubens und andere Kleindenkmale in Waldbronn“ sind alle Sühnekreuze der Umgebung aufgeführt. Die mittlerweile 4. Auflage ist im Rathaus oder direkt bei dem Autor Wolfgang Hanel erhältlich.

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