Gemeindenachricht

Neue Gemeinschaftsunterkunft in Neurod bald fertig


Außenansicht der neuen Gemeinschaftsunterkunft in Neurod.

Neue Gemeinschaftsunterkunft in Neurod - Große Resonanz beim Tag der offenen Tür


Auf große Resonanz stieß bei den Waldbronner Bürgerinnen und Bürger der Tag der offenen Tür in der neuen Gemeinschaftsunterkunft (GU) in Neurod. Mit einem so großen Interesse habe er nicht gerechnet, so Bürgermeister Franz Masino bei der Begrüßung. Gemeinsam mit dem Landkreis Karlsruhe, der Mieter des Objektes ist, hat die Gemeinde zu diesem Tag eingeladen. Mit vor Ort neben Investor Roger Graffé viele Gemeinderäte, Vertreter des Arbeitskreises „Willkommen für Fremde“, sowie Mitarbeiter des Landratsamtes und eben auch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, die ebenfalls Gelegenheit hatten, ihre Fragen und Bedenken vorzubringen.

Der 1. Bauabschnitt ist soweit fertig, die ersten Flüchtlinge werden ab September einziehen. Bis 150 Menschen können hier untergebracht werden. Der zweite Bauabschnitt beginnt ebenfalls im September und soll in einem halben Jahr fertig sein. Insgesamt können dann in der neuen GU bis zu 570 Flüchtlingen untergebracht werden. Die Gesamtkosten des Investorenprojektes liegen bei rund 11 Millionen Euro. Der Landkreis mietet das Objekt von dem Investor für den „ortsüblichen Mietpreis“ an, so Ragnar Watteroth, Kämmerer des Landkreises.

Große Resonanz beim Tag der offenen Tür in der Gemeinschaftsunterkunft in Neurod.           Ein Zimmer für zwei Personen.

Waldbronn habe sich nicht aus der Verantwortung bezüglich der Unterbringung von Menschen in Not nehmen können, so Bürgermeister Franz Masino. Mit der GU sei die Gemeinde Waldbronn nun „sehr gut aufgestellt“, zumal die GU auch für eine Anschlussunterbringung geeignet sei. Er stehe immer noch hinter dem Satz der Bundeskanzlerin „Wir schaffen das“, doch bezüglich der Kosten mahnte der Rathauschef an, könne dies nicht alles an den Kommunen hängen bleiben. Eine neue „Heimstatt“ für viele Flüchtlinge sei geschaffen worden, gemeinsam könne man sich nun intensiv um die Integration kümmern.   

Investor Roger Graffé bedankte sich ebenfalls bei den vielen Flüchtlingshelfern für ihr großes ehrenamtliches Engagement. Als Flüchtlingskind sei es für ihn selbstverständlich Hilfe zu leisten.

Überwiegend regionale Handwerker haben in sechs Monaten das zweistöckige Gebäude, in dem auch Verwaltungsräume untergebracht werden, gebaut, erläuterte Ragnar Watteroth. Pro Zimmer (etwa 14 Quadratmeter) werden zwei Personen untergebracht. Die Geschossbauweise ist eine Kombilösung, das bedeutet, die GU ist auch in eine Anschlussunterbringung wandelbar. Wenn der zweite Bauabschnitt fertig ist, soll auch die Straße saniert werden. Auf die Sicherheit angesprochen sagte der Kämmerer, dass in der Unterkunft ein Notfalltelefon angebracht sei. Notabschaltungen sind ebenfalls möglich. Eine Hausleitung ist zwischen 8 und 16 Uhr vor Ort; 3,5 Stellen sind zunächst vorgesehen. Die Zusammenarbeit mit der Polizei sei sehr eng und gut. Falls notwendig versprach er auch „konsequentes Vorgehen“. Das Motto sei „fördern und fordern“, so Watteroth.      

Eine Gemeinschaftsküche.                  Viele Interessierte schauten sich die einzelnen Zimmer und Gemeinschaftsräume an.

Arbeitsangebote, Sprachkurse, aber auch Informationsveranstaltungen bezüglich Schulpflicht, Straßenverkehr oder Einkaufsmöglichkeiten sollen helfen, die Flüchtlingen zu integrieren, erläuterte Peter Kappes, Sozialdezernent des Landkreises. Dabei hoffe der Landkreis natürlich auch auf die Unterstützung der ehrenamtlichen Helfer. Falls Probleme auftauchen, sollten diese direkt vor Ort bei der Hausleitung angesprochen werden.

Anschließend konnten sich die Bürgerinnen und Bürger die Räumlichkeiten anschauen und in zum Teil intensiven Gesprächen weiter informieren.

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