Gemeindenachricht

Neue Energieverbundzentrale offiziell eingeweiht


Bürgermeister Franz Masino, Staatssekretär Dr. Andre Baumann, EnBW-Vorstandsvorsitzender Dr. Frank Mastiaux, Agilent-Geschäftsführer Manfred Seitz und Michael Schöne, Taller-Geschäftsführer (v.l.) bei der offiziellen Inbetriebnahme der neuen Energieverbundzentrale.

Neue Energieverbundzentrale offiziell eingeweiht

Wärme, Kälte und Strom aus einer Hand – Von Synergieeffekten profitieren Kommune und Industrie

Die neue Energieverbundzentrale im Gewerbegebiet Ermlisgrund ist im Beisein zahlreicher Vertreter aus Wirtschaft und Politik offiziell in Betrieb genommen. Dass zwei Industrieunternehmen - Agilent Technologies Deutschland GmbH und Taller GmbH – sowie die Gemeinde Waldbronn mit Freibad und Eislaufhalle durch „intelligente Vernetzung“ gleichzeitig mit Wärme, Kälte und Strom versorgt werden, ist das Besondere an dieser zentralen Energieversorgung.

In enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde und der EnBW Energie Baden-Württemberg AG entstand das Konzept zur Energieverbundzentrale (unterhalb des Eistreffs). Die Sales & Solutions GmbH, eine Tochtergesellschaft der EnBW AG, hat das übergreifende Energiekonzept in enger Abstimmung mit allen Beteiligten konzipiert und realisiert und ist auch für Betrieb, Wartung und Instandhaltung der Anlagen verantwortlich.

Vorab gab es Grußworte und die Vorstellung des Projekts. Die Redner (v.l.): Michael Schöne, Taller-Geschäftsführer, Bürgermeister Franz Masino, Staatssekretär Dr. Andre Baumann, EnBW-Vorstandsvorsitzender Dr. Frank Mastiaux, Agilent-Geschäftsführer Manfre                 Zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft und Politik kamen zur symbolischen Inbetriebnahme der Energieverbundzentrale.

„Das Projekt ist ein weiterer Schritt in die Zukunft Waldbronns. Wir haben es mit starken Partnern aus der heimischen Wirtschaft und dem führenden Industrieversorger in unserer Region realisiert“, sagte Bürgermeister Franz Masino. Besonders die Synergieeffekte seien sehr überzeugend gewesen. Er glaube, so Franz Masino, dass sich die Investitionen von rund 200 000 Euro innerhalb fünf Jahren amortisieren werden und dankte gleichzeitig den starken Partnern, aber auch dem Gemeinderat, der dieses Projekt immer mit großem Interesse und Wohlwollen begleitet habe. Gleichzeitig ist er sich sicher, dass dieses Energiekonzept Nachahmer finden wird.Dass er als Bürgermeister nun nicht mehr beim traditionellen Anbaden im Freibad in eiskaltes Wasser springen müsse, sei ein weiterer „wunderbarer Synergieeffekt“, freute sich Franz Masino schmunzelnd.

„Für Agilent Technologies passt diese innovative Energiemanagement-Lösung hervorragend in das Gesamtkonzept unserer Campuserweiterung in Waldbronn, gerade mit Blick auf das kommende Kunden- und Technologiezentrum“, sagte Manfred Seitz, Geschäftsführer der Agilent Technologies Deutschland GmbH. Es sei ein „starkes, richtungsweisendes und intelligentes Energiekonzept“, so Seitz und zeuge von einer „langfristigen Verantwortung unseren Ressourcen gegenüber“. Agilent Technologies gilt als Impulsgeber für das gemeinsame Projekt.
„Durch dieses Gemeinschaftsprojekt ist es für die Taller GmbH möglich geworden, sich von seiner veralteten Kühlwasserversorgung zu trennen und statt über eine eigene Neuinvestition, ab sofort das für die Produktion benötigte Kaltwasser aus einer hochmodernen Energieverbundzentrale zu beziehen“, so Michael Schöne, Geschäftsführer der Taller GmbH.

Dr. Andre Baumann, Staatssekretär des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, sprach von einem „guten Tag für die Energieversorgung in Waldbronn und für die Energiewende in Baden-Württemberg“ und hofft ebenfalls auf viele Nachahmerprojekte.
„Die EnBW setzt mit diesem Projekt ihre jahrzehntelange Partnerschaft mit den Kommunen und der Industrie im Land fort“,  so Dr. Frank Mastiaux, Vorsitzender des Vorstands der EnBW Energie Baden-Württemberg AG. Hier werde tatsächlich im Hinblick auf die sich ändernde Energiewirtschaft Nutzen gestiftet.

Die Projektleiter führten die interessierten Gäste und Partner durch die Anlage.                 Eistreff und Freibad profitieren von den Synergieeffekten.
 
Wesentlicher Bestandteil der zweigeschossigen und für fünf Millionen Euro von der ENBW errichteten Verbundzentrale ist ein Blockheizkraftwerk (BLKW), das den Strom für dort eingebaute, hocheffektive Kältemaschinen, Wärmepumpen und Rückkühlanlagen liefert. Die ENBW haben mit den Partnern einen Vertrag über zehn Jahre abgeschlossen. Der überschüssige Strom aus dem BHKW wird für die Tiefkälte-Erzeugungsanlage im Eistreff genutzt. Mit der Abwärme aus den Kältemaschinen wird im Winter das neu gebaute Kunden- und Technologiezentrum von Agilent Technologies beheizt und im Sommer das Waldbronner Freibad. Das war nämlich bisher, meinte Steffen Ringwald, Geschäftsführer von Sales & Solutions GmbH und Kenner des Freibades bei kühleren Tagen „nichts für Warmduscher“.


Grafik Energieverbundzentrale.






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