Gemeindenachricht

Aus dem Ausschuss für Umwelt und Technik


Viel Diskussionsbedarf zum Baugebiet „Rück II“
In der jüngsten Sitzung des Umwelt- und Technikausschusses ging es erneut um das Baugebiet „Rück II“.  Rechtsamtsleiter Harald Irion drängte darauf, „den Bebauungsplan zügig zum Ende zu bringen“.

Viel Diskussionsbedarf rund um das Bebauungsgebiet "Rück II".

So wird die angedachte Fußgängerbrücke über die Stuttgarter Straße zunächst einmal verschoben. Die Planungen bezüglich eines Mehrgenerationenhauses in Verbindung mit einem Kindergarten werden weiter verfolgt. Eine mögliche Stellplatzanlage neben dem Sportgelände wird geprüft.
 
Unstrittig ist der Standort des geplanten Seniorenwohnheimes direkt an der Talstraße (anschließend an „Rück I“).  Hier sei ein klassisches, dreigeschossiges Altenwohnheim mit einem festen Dienstleister und zwei Betreuungsstufen angedacht, so Harald Irion. Wichtig sind allen Ausschussmitgliedern die Nähe zum Rathausmarkt und die Einkaufmöglichkeiten.
 
Einig waren sich die Mitglieder des Ausschusses auch darin, die Fußgängerbrücke über die Stuttgarter Straße zu verschieben. Problematisch sei hier, so Irion, der Höhenversatz an der Straße, der eine starke Rampenneigung und eine mindestens zweieinhalb Meter hohe Fundamentierung für die Brückenpfeiler erfordere. Kosten: Minimum 400 000 Euro. Aufgrund der zu erwartenden Konstruktionsschwierigkeiten und der hohen Kosten entschloss sich der Ausschuss zu diesem Zeitpunkt, auf eine Brücke zu verzichten.
 
Diskutiert wurden die verschiedenen Möglichkeiten auf dem etwa 2500 Quadratmeter großem gemeindeeigenen Grundstück an der Stuttgarter Straße. Der Rechtsamtsleiter stellte zwei Möglichkeiten zur Diskussion: Entweder eine eigene, zweigeschossige Kinderbetreuungseinrichtung mit sechs Gruppen zu bauen oder das Grundstück an einen Investor verkaufen, der ein Mehrgenerationenhaus angedacht habe. Das hieße ein viergeschossiges Gebäude (plus Penthause) mit Kinderbetreuung unten und Wohnungen in den oberen zwei Etagen. Udo Mackert (CDU) sagte, es gebe viele gelungene Beispiele für die Kombination Kita und Wohnen. Er möchte aber die Höhenentwicklung genauer dargestellt wissen.
Angelika Demetrio-Purreiter (Freie Wähler) will auch mit Blick auf das geplante Hotel nicht solche „Bunker“ am Ortseingang sehen. Mit zwei „riesigen Gebäuden“ entstünde eine Art „Hohlweg“ an der Stuttgarter Straße. Klaus Bechtel (SPD) kann in den großen Gebäuden keine „Bunker“ erkennen, diese würden nicht höher als die Hochhäuser auf der gegenüberliegenden Seite. Schließlich müsse ein Investor auch wirtschaftlich denken. Thomas Kunz (CDU) und Hubert Kuderer (SPD) finden die Höhenentwicklung ebenfalls unproblematisch.  
 
Die Höhe ist auch bei dem geplanten viergeschossigen Hotel entscheidend. Denn ein solches müsse natürlich wirtschaftlich rentabel sein,  so Irion. Ein zweigeschossiges Hotel würde sich nicht rentieren. Darüber hinaus sei eine Ausschreibung des Gebiets als Sondergebiet „Hotel“  im Gegensatz zum Wohnungsbau ebenfalls problematisch. Eine mögliche Nutzungsänderung müsse dann durch eine Bebauungsplanänderung erfolgen.   
 
Ein großes Problem entlang der Talstraße ist die Parksituation. Wohin mit den vielen Autos und woher die geforderten Stellplätze nehmen? Dies ist auch hinsichtlich des Lärmes, der von aus- und einparkenden Autos verursacht wird, von Bedeutung. Der Vorschlag seitens der Verwaltung auf dem gemeindeeigenen Grundstück neben dem geplanten Hotel eine öffentliche Stellplatzanlage zu bauen, wurde kritisch gesehen. Thomas Kunz (CDU) zeigte sich hinsichtlich dieser Lösung, schließlich sei es ein „wertvolles Grundstück“, nicht sehr glücklich. Er schlug vor, eine Parkanlage auf der Stadionseite zu prüfen. Diesem Vorschlag will die Verwaltung nun hinsichtlich seiner technischen Machbarkeit nachgehen.
 
Mehr und  besseres Licht im Kurpark
Einstimmig beschloss der Ausschuss für eine bessere Wegebeleuchtung im Kurpark 20 000 Euro in den Haushaltsplan 2018 einzustellen.
In verschiedenen Bereichen des Kurparkes fehlen Leuchten, so Axel Dahlhauser vom Technischen Amt. Besonders am Weg zwischen Kurparkbrücke und AVG Haltestelle. Dort sollen nun zwei neue Leuchten aufgestellt werden (im Bereich der Bühne während des Kurparkfestes). Des Weiteren sollen neun bestehende Lampen mit LED Leuchtkörper aufgerüstet und deren Masten zusätzlich noch verlängert werden. Diese Maßnahmen sorgen für eine bessere Ausleuchtung des Weges entlang des Minigolfplatzes und Tennisanlagen.
 
Versorgungssituation der Aussiedlerhöfe
Die Aussiedlerhöhe „In den Krautländern“ benötigen neue Wasserversorgungleitungen und Abwasserbeseitigungsanschlüsse. Zu Zeit werden die Wasserleitungen von der Gemeinde Karlsbad betrieben, die eine Beteiligung an den neuen Leitungen in Höhe von 370 000 Euro fordern, da die Leitungen auch über die Gemarkung Reichenbach laufen. Eine von der Verwaltung vorgeschlagene Alternative sieht vor, die Aussiedlerhöhe separat zu versorgen, so Axel Dahlhauser.
Kosten: 55 000 Euro.
Im gleichen Zuge könnte auch eine separate Abwasserlösung (sogenannte „Pumpe-Schlauch-Lösung“) in Angriff genommen werden. Kosten: 125 000 Euro. Beide Alternativen wurden im Ausschuss diskutiert. 
Nun soll die Verwaltung nochmals mit Karlsbad über die geplanten Kosten nachverhandeln. 
 
Keine Mikrofonanlage im Bürgersaal
Der Ausschuss sprach sich gegen eine etwa 20 000 Euro kostende Mikrofonanlage im Bürgersaal aus.
Jürgen Hemberger, Leiter des Technischen Amtes, stellte die Funkanlage vor, bei der sich zwei Personen eine Anlage teilen würden. Bürger würden sich immer mal wieder beschweren, dass sie Redner schlecht verstehen, so Bürgermeister Franz Masino ergänzend. Die Ausschussmitglieder sahen den Bedarf allerdings nicht; zu leise sprechende Personen sollten zum lauter Reden ermahnt werden, so Angelika Demetrio-Purreiter.    
 
 
 

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