Gemeindenachricht

Veredelungskurs des Landratsamts beim OGV Etzenrot


Zunächst wurden verschiedene Veredelungsmethoden wie Kopulation, Geißfuß-Propfen und Okulation vorgestellt. Schwerpunktmäßig ging es anschließend um den Kopulierschnitt, welcher im Verlauf der Veranstaltung von den Teilnehmern selbständig erprobt wurde. Dazu wird mit einem sehr scharfen Messer sowohl beim bleistiftdicken, einjährigen Reis als auch an der Unterlage, auf die veredelt werden soll, ein schräger Schnitt gesetzt. Die beiden möglichst ähnlich großen Schnittflächen werden daraufhin mit Bast zusammengebunden und zum Schutz vor Infektionen mit Baumwachs überzogen.


Nahezu 40 interessierte Obstbaumfreunde kamen zum Veredelungskurs des Landratsamts in den Etzenroter Versuchsgarten.

Zur Vermehrung durch Kopulation wird eine Wurzel benötigt, die Unterlage. Die Eigenschaften und Merkmale von Baum und Frucht werden überwiegend von der Edelsorte bestimmt. Die Unterlage aber beeinflusst entscheidend die Baumgröße, die Standfestigkeit, den Ertragsbeginn und die Lebenserwartung des Baumes. Als Unterlage wurde im Kurs eine schwachwachsende Unterlage gewählt, als Edelreis hauptsächlich die Apfelsorte Topas.
Die Teilnehmer waren stets interessiert und stellten viele Fragen, sodass eine rege Diskussion entstand. Untereinander wurden dabei Erfahrungen ausgetauscht und man stand sich mit Rat und Tat zur Seite. Am Kursende nahm man stolz die selbst veredelten Obstbäume mit nach Hause.
Dank gilt Ute Ellwein für die professionelle und unterhaltsame Durchführung und unserem Fachwart Andreas Deininger für die sehr gelungene Organisation des Veredelungskurses.

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