Gemeindenachricht

Waldbronner „Röstwerk“ gewinnt Internationalen Liberica-Röstwettbewerb


Sven Herzog (links) und Jochen Ludat (mit Preis) vor dem Herzsück des Röstwerks, der Röstanlage.

Waldbronner „Röstwerk“ gewinnt Internationalen Liberica-Röstwettbewerb

 
Seit nunmehr drei Jahren verströmt die Waldbronner Kaffeerösterei „Röstwerk“ von Unternehmer Sven Herzog herrliche Kaffeedüfte. Und vor kurzem einen ganz besonderen Duft, nämlich von weitgereisten Liberica Bohnen aus Sarawak, Malaysia. Mit diesen in der heimischen Röstanlage gerösteten Bohnen gewannen Sven Herzog und Jochen Ludat, der das Röstprofil erstellte, den 1.Preis beim Internationalen Liberica Röstwettbewerb in der Kategorie „Bester Geschmack“. Sechs Preisträger von insgesamt 22 internationalen Teilnehmern wurden von einer Jury, ebenfalls aus allen Teilen der Welt, nominiert. „Dieser Erfolg macht uns natürlich sehr stolz“, freuen sich Sven Herzog und Jochen Ludat. Zeige er doch, dass sie mit ihrem Röstverfahren und dem Unternehmen auf dem richtigen Weg seien.

Nachdem sie die Rohware, rund zwei Kilo Liberica Bohnen, übrigens eine sehr seltene und teure Kaffeebohne, zugeschickt bekommen haben, hat Jochen Ludat ein Röstrezept erstellt und die Bohnen in der heimischen Röstanlage verarbeitet. Die Ware wurde anschließend wieder zu dem Symposium nach Sarawak zurückgeschickt. Dort wurden die Röstqualität und damit das Können des Rösters bewertet.
 
Herzstück von Sven Herzogs „Röstwerk“ im Albtal ist natürlich die Röstanlage, die 60 Kilogramm Kaffeebohnen pro Stunde verarbeiten könnte. Könnte, macht sie aber nicht. Wegen besonders langer und schonender Röstung bei weniger als 214 Grad Celsius, röstet die Anlage nur 25 bis 30 Kilogramm pro Stunde. Für gleichbleibende Qualität sorgt auch ein Computer, der Drehgeschwindigkeit, Luftzugabe und Temperatur regelt. Die fertig gerösteten Bohnen werden zu guter Letzt durch eine Sauganlage geschickt, in der schwere Bestandteile wie Steinchen zurückbleiben.    
 
Regelmäßig reist Sven Herzog in seine Anbaugebiete. Durch den direkten Handel, erläutert Herzog sein Geschäftskonzept, sei der Bezug seines Kaffees rückverfolgbar und transparent. Er kenne die Anbauflächen, übrigens keine Plantagen, sondern naturnahe Waldgärten, und die Farmer. In Gemeinschaft mit anderen Einkäufern bezahlt er vom Voraus die Ernte von ausgewählten Parzellen. Als dies sorge für einen gerechten Handel mit den Kaffeebauern, so Herzog.    

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