Gemeindenachricht

Erneut forderte ein Dachstuhlbrand die Waldbronner Wehr


Bis in die Morgenstunden war die Feuerwehr mit rund 70 Einsatzkräften vor Ort, um den Brand zu bekämpfen.

Erneut forderte ein Dachstuhlbrand die Waldbronner Wehr

Nach dem verheerenden Dachstuhlbrand in der Robert- Koch-Straße anfang des Jahres wurde in der Nacht zum 11. Juni um 0.13 Uhr die Freiwillige Feuerwehr Waldbronn erneut mit einem Vollalarm unter dem Stchwort „Dachstuhlbrand, in die Gartenstraße gerufen. Auf Grund des Meldebildes war sofort die Drehleiter aus dem benachbarten Karlsbad mitalarmiert.
Eine Vielzahl an Notrufen ging bei der integrierten Leitstelle Karlsruhe ein. Hierbei wurde von starker Rauchentwicklung und gewaltigem Feuerschein gesprochen.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand das obere Geschoß des Wohngebäudes bereits in Vollbrand. Das Feuer hatte sich auch schon teilweise auf den Dachstuhl ausgebreitet. Insgesamt hielten sich bei Brandausbruch noch sechs Personen in dem Gebäude auf. Alle Personen konnten das Haus jedoch alleine verlassen. Zwei Personen wurden wegen Verdacht auf Rauchgasintoxikation vorsorglich vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht.
Die Brandbekämpfung wurde zeitgleich von innen und außen mit mehreren Rohren sowie dem Wenderohr der Drehleiter vorgenommen. Aufgrund der Lage und der voraussichtlich länger andauernden Löscharbeiten wurde der Abrollbehälter Atemschutz der Feuerwehr Ettlingen sowie weitere Löschfahrzeuge mit PA-Trägern der Feuerwehr Karlsbad nachgefordert. Nachdem der Brand weitestgehend unter Kontrolle gebracht werden konnte, wurde über die Drehleiter begonnen die Dachhaut zu öffnen, um Glutnester zu lokalisieren und abzulöschen. Dies gestaltete sich teilweise schwierig, da auch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach verbaut war. Hier war es nötig von innen die Deckenverkleidung und die Dämmung zu entfernen um an die Glutnester zu gelangen, was ebenfalls durch die Bauart des Hauses eine Herausforderung darstellte.

Während der gesamten Löscharbeiten regnete es dazu in Strömen. Damit sich die Rettungskräfte in einen vor Regen geschützten Bereich begeben konnten wurde kurzerhand der benachbarte Kindergarten zum Verpflegungs- und Aufenthaltsort umfunktioniert. Die Bereitschaft des DRK Waldbronn übernahm während der gesamten Dauer des Einsatzes die Verpflegung der Einsatzkräfte.
Die Feuerwehren aus Waldbronn, Karlsbad und Ettlingen waren unter der Leitung des Stellvertretenden Kommandanten Tobias Härtenstein mit rund 70 Kräften im Einsatz. Während der gesamten Zeit des Einsatzgeschehens war zur Absicherung der Einsatzkräfte ein Notarzt bzw. Rettungswagen vor Ort. Die Polizei sicherte die Einsatzstelle großräumig ab.
Bürgermeister Franz Masino sowie dessen Stellvertreter Joachim Lauterbach machten sich ein Bild der Einsatzlage. Der Stellvertretende Kreisbrandmeister Dominik Wolf verschaffte sich vor Ort ebenfalls ein Bild der Einsatzstelle und der professionellen Abarbeitung durch die Einsatzkräfte.

Die Nachlöscharbeiten zogen sich noch bis in die frühen Morgenstunden hin. Nach den Aufräumarbeiten konnten die Rettungskräfte gegen 6 Uhr die Einsatzstelle verlassen. Das Aufrüsten der Einsatzfahrzeuge und das ergänzen der persönlichen Ausrüstung beschäftigte die Aktiven der Waldbronner Feuerwehr noch bis in den späten Vormittag.
Zusammen mit einem Sachverständigen konnte inzwischen der Brandort durch Beamte der Kriminaltechnik und des Fachdezernates untersucht werden. Nach deren Feststellungen wurde der Brand durch einen technischen Defekt an einem Elektrogerät in der Dachgeschosswohnung verursacht.

Bürgermeister Masino bedankte sich bei den beteiligten Hilfsorganisationen und lobte erneut die sehr gute Zusammenarbeit auch über die Ortsgrenzen.

Dachstuhlbrand in der Gartenstraße.

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