Gemeindenachricht

Rektorin der Waldschule feierlich verabschiedet – „Mein Dorf ist meine Welt“


Bürgermeister Franz Masino (links) verabschiedete gemeinsam mit Schulrat Bernhard Schmitt die scheidende Rektorin der Waldschule, Ruth Csernalabics.

Rektorin der Waldschule feierlich verabschiedet – „Mein Dorf ist meine Welt“

 
Herzlich und mit vielen guten Wünschen für die Zukunft wurde Rektorin Ruth Csernalabics vergangene Woche von „ihren“ Schülern, dem Kollegium und vielen weiteren Wegbegleiterin verabschiedet. Und nicht nur bei der scheidenden Rektorin der Waldschule, die zunächst in ein Sabbatjahr geht und dann erst in den offiziellen Ruhestand, floss die eine oder andere Träne.

Doch der Reihe nach: Lehrerin Simone Kirchner begrüßte die Gäste und führte durch die feierliche Verabschiedung. Mit vielen musikalischen Einlagen und Liedern umrahmten die Schülerinnen und Schüler der Waldschule das Programm. So spielten die Erstklässler mit der Mundharmonika „Freude schöner Götterfunken“ und die Chorkinder sangen „Ich schenke´ dir einen Regenbogen“ bzw. Seifenblasen und Luftballons.  

Anschließend skizzierte Schulrat Bernhard Schmitt den Lebensweg der gebürtigen Reichenbacherin, die bereits mit drei Jahren wusste, dass sie mal Lehrerin werden möchte. Doch zunächst musste sie sich den Weg auf das Gymnasium „erkämpfen“, gleich nach dem Abitur heiratete sie mit 18 Jahren ihren Mann, es folgte das Studium an der Pädagoischen Hochschule. Die Kinder kamen, sie half ihrem Mann im heimischen Betrieb. Nach eigenem Bekunden musste sie erst 38 Jahre werden, bevor sie ihre erste Stelle an der Nordstadt-Schule in Pforzheim antrat, es folgten Stationen an der Schulen in Arnbach und Neuenbürg, bis sie vor acht Jahren die Rektorenstelle an der Waldschule antrat. „Als engagierte und verlässliche Schulleiterin war Ruth Csernalabics immer bereit, sich allen besonderen Herausforderungen zu stellen“, so Bernhard Schmitt, „gleiche Chancen und Startvoraussetzungen für alle Kinder war ihr immer sehr wichtig“.    

Mit „Wehmut“ verabschiedete Bürgermeister Frank Masino, die Rektorin der kleinsten Waldbronner Schule in den Ruhestand. Doch, bekannte er augenzwinkernd, werde er als Bürgermeister wahrscheinlich darunter leiden, da sie als Gemeinderätin weiterhin für „ihre“ Schule kämpfen werde, wie beispielsweise für die Weiterführung der Lima-Rima Klasse vor einem Jahr. Die acht Jahre seien nicht spurlos an der Schule vorbeigegangen, er habe Csernalabics auch als Gemeinderätin immer kämpferisch und als „zupackende Managerin“ erlebt. „Wir werden dich als Rektorin vermissen“, so Masino. Aber auch im Unruhestand, allen voran als Vorsitzende der neuen Kinder- und Jugendbücherei und als Gemeinderätin seien ihre Managerqualitäten wieder gefragt.

Die Waldschüler sangen "Ich schenk` dir einen Regenbogen" und hielten ein Geschenk bereit.       Auch das Lehrerkollegium bedankte sich humorvoll für die gute Zusammenarbeit.

Es folgten ein Gedicht vom Lehrerkollegium, bei dem diese humorvoll und wehmütig an die vergangenen acht Jahre erinnerten und verschiedene Grußworte. Eva Heimlich, als Vertreterin der Waldbronner Schulen, dankte Ruth Csernalabics für die gute Zusammenarbeit und lobte ihre „unkomplizierte und verlässliche Art“. Sie werde eine „große Lücke“ hinterlassen. Für die Karlsbader Schulen dankte Ulrike Frank für das erfolgreiche Miteinander, Petra Roth für die Schwarzwaldschule Ittersbach. Katja Linke vom Förderverein und Inga Schraud als Elternvertreterin erinnerten an viele vergangene Projekte und daran, „dass Sie immer die Individualität der Kinder in den Vordergrund stellten“. Auch die Lesepaten mit Lesehund betonten ihr gutes Miteinander und versprachen, auf Nachfrage natürlich weiter zu machen.

Abschließend dankte die scheidende Rektorin ihren Wegbegleitern und skizzierte nochmals sichtlich berührt („ich bin schon traurig“) und berührend ihre verschiedene Lebens- und Berufsstationen. „Niemals habe ich es bereut, an der Waldschule gewesen zu sein.“ Sie freue sich jetzt auf viel Zeit mit ihrer Familie und auf neue Projekte. Leicht abgewandelt endete Csernalabics mit dem Spruch „Mein Dorf ist meine Welt“, schließlich stand ihr Geburtshaus in der Stuttgarter Straße, ebenso wie der neue Standort des „Lesetreffs“.   
 
Den musikalischen Schlusspunkt setzte Steffen Dix mit seinem neu gegründeten Jugendorchester des Musikvereins Etzenrot. Sie spielten „Imagine“ von Lohn Lennon, einem Lieblingslied von Ruth Csernalabics“, die dazu passenderweise eine Sonnenbrille mit runden Gläsern geschenkt bekam, dem Markenzeichen von John Lennon.


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