Gemeindenachricht

Neues vom Leitbild 2025


Neues von der Steuerungsgruppe Leitbild 2025: Kein Wirtschaftsförderer für Waldbronn
Regelmäßig treffen sich die Vertreter der Leitbildgruppen mit Vertretern der Verwaltung. Thema der jüngsten Sitzung waren die Leitlinien Wirtschaft und Infrastruktur, die von Bürgermeister Franz Masino und seinem Stellvertreter Joachim Lauterbach präsentiert wurden.

Zunächst präsentierte Bürgermeister Masino die Leitliniie 3, Wirtschaft. Hier wurde Insbesondere die Frage „Braucht Waldbronn einen Wirtschaftsförderer?“ intensiv diskutiert. Franz Csernalabics von der Arbeitsgemeinschaft Wirtschaft findet, dass ein Wirtschaftsförderer für Waldbronn längst überfällig sei. Als „Bindeglied zwischen Verwaltung und Wirtschaft ist dieser sehr sinnvoll“, so Csernalabics. Diese Funktion könne auch nicht von den Waldbronner Selbständigen übernommen worden. Die Verwaltung sieht allerdings auf diesem Gebiet keinen Bedarf, zumal sich die Gemeinde im Moment keinen Wirtschaftsförderer leisten kann und derzeit keine Gewerbeflächen zur Verfügung stehen. Dennoch, so Csernalabics, „solle die Wirtschaftsförderung in Waldbronn ernst genommen werden“. Die Erstellung einer Studie und Analyse zur Kaufkraftbindung in Waldbronn wurde als nicht nötig in der Fortschreibung des Leitbildes gestrichen. Waldbronn sei, so Masino, sehr kaufkraftstark und würde mit dem Aldi-Projekt noch stärker.

Anschließend präsentierte Bürgermeisterstellvertreter Joachim Lauterbach die Leitlinie 6/Infrastruktur.
Hier wurde der Betrieb des Eistreffs kurz thematisiert.Laut Verwaltung ist der Eistreff nicht wirtschaftlich. Das jährliche Defizit liegt bei etwa 150 000 bis 200 000 Euro zuzüglich Abschreibungen, so Jürgen Hemberger vom Technischen Amt.
Ein weiteres Thema waren die beiden Festhallen (Reichenbach und Wiesenfesthalle). Hier war sich die Steuerungsgruppe nicht einig, ob eine Halle ausreichen würden. Noch offen ist, ob Aldi in der Bauphase eventuell die Festhalle nutzen wird. Allerdings wollen die meisten Vereine die Wiesenfesthalle auch während einer Übergangszeit nicht als Alternative nutzen.  
Ein weiterer Punkt ist geforderte Spielplatzkonzept. Dieses soll noch erstellt werden, der Bestand ist erfasst. Allerdings sind Themenspielplätze laut Jürgen Hemberger sehr teuer.
Weiter informierte die Verwaltung darüber, dass die WLAN Hotspots in der Anzahl, wie vom Förderprogramm Wifi4EU gefordert, nicht umgesetzt werden. Im Jahr 2019, so Reinhold Bayer, Leiter des Hauptamtes, waren insgesamt 1,3 Millionen Euro für den Straßenbau vorgesehen. 10 Prozent davon sollten im Jahr 2020 für nachhaltige Mobilität vorgehalten werden. Aufgrund der aktuellen finanziellen Lage werden allerdings lediglich eins bis zwei Prozent für die Haushaltsberatung angemeldet.
Zudem soll die Stellplatzverordnung aktualisiert werden.

Unter dem Tagesordnungspunkt Sonstiges bat die Steuerungsgruppe darum, in weitere Beratungen um das Aldi-Projekt oder auch Rück II mit einbezogen zu werden.
Im kommenden Jahr soll es noch keine Fortschreibung des Leitbilds geben, da im Baugebiet Rück II und im dortigen Mehrgenerationenprojekt bereits eine Bürgerbeteiligung geplant ist. Eine Fortschreibung des Leitbildes soll es frühestens 2021 geben. Namensideen für das
Mehrgenerationenprojekt im Rück II sollen an die Verwaltung gemeldet werden. Erste Vorschläge waren „Rückenwind“ oder „Rückhalt“.  Die Beschaffungsrichtlinie soll, so Bayer, im kommenden Jahr erstellt werden. Ein erster Entwurf soll voraussichtlich im ersten Halbjahr dem Verwaltungsausschuss vorgestellt werden.
 

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