Gemeindenachricht

Neujahrsempfang 2020: „Mit einer gehörigen Portion Mut und Zuversicht durch das kommende Jahr – es gibt einiges zu tun“!


Bürgermeister Franz Masino durfte bei seiner Neujahrsrede in ein voll besetztes Kurhaus blicken.

Neujahrsempfang 2020: „Mit einer gehörigen Portion Mut und Zuversicht durch das kommende Jahr – es gibt einiges zu tun“!

 
Mit einer beschwingten „Attacke“ auf die Ohren startete der diesjährige Neujahrsempfang der Gemeinde im voll besetzten Kurhaus. Denn: „EverGREEN Swing attack“ nennt sich die neue Gruppe des Musikvereins Edelweiß Busenbach, die mit dem Titel „Sweet Home Chicago“ die Gäste musikalisch begrüßte.
Zuvor hatte Bürgermeister Franz Masino gemeinsam mit seiner Ehefrau Michaela jeden Gast persönlich (und herzlich) begrüßt. In seiner anschließenden Rede (s.u. im Wortlaut), die mit Bildern aus dem vergangenen Jahr unterlegt war, blickte Bürgermeister Masino auf Vergangenes, erinnerte an die „Köpfe des Jahres“, ehrte drei Mitbürger mit der Bürgermedaille in Silber/Gold und wagte einen Ausblick auf die Herausforderungen des kommenden Jahres. Da der Neujahrsempfang auf den 6. Januar fiel, besuchten die Sternsinger die Veranstaltung und trugen Lieder und Gedichte vor.

Herzlich und persönlich begrüßten (und wurden begrüßt) Bürgermeister Franz Masino und seine Frau Michaela die Gäste am Eingang des Saales.

Begrüßung

„EverGREEN Swing attack, so nennt sich die Gruppe hier auf der Bühne, die uns mit dem wunderbaren Swing-Titel „Sweet Home Chicago“ musikalisch begrüßt hat. Die Swing-Formation unter der Leitung von Ralf Wittmann ist das jüngste Kind unseres Musikvereins Edelweiß aus Busenbach. Und dieser Musikverein Edelweiß wird in diesem Jahr genau 100 Jahre alt. Ganz nach dem Motto: 100 Jahre alt, aber immer jung geblieben. Und das erste Stück war, um beim Namen der Formation zu bleiben, auch nur die erste Attacke auf unsere Ohren. Wir freuen uns auf weitere.
So begrüße ich Sie recht herzlich hier im Kurhaus Waldbronn zum Neujahrsempfang unserer Gemeinde. Nun sind wir schon sechs Tage im neuen Jahr und ich hoffe doch, dass Sie alle gut in das neue Jahr gestartet sind und es uns allen sehr gut geht.
Ich freue mich, dass Sie unserer Einladung so zahlreich gefolgt sind und wir heute hier im Kurhaus nochmals gemeinsam in das neue Jahr starten. Meine sehr geehrten Damen und Herren, verehrte Gäste des Neujahrsempfangs, liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger, liebe Jugend, alles Gute für das neue Jahr, Glück und Gesundheit. Seien Sie alle herzlich Willkommen zum Neujahrsempfang der Gemeinde Waldbronn 2020.
Wie in all den Jahren möchte ich einige unserer Gäste namentlich begrüßen.
 
Ein herzliches Willkommen gilt unserem Bundestagsabgeordneten Axel E. Fischer. Schön, dass Sie auch in diesem Jahr die Zeit für unseren Neujahrsempfang gefunden haben.
Ihnen zur Seite begrüße ich von der Landespolitik unsere beiden Landtagsabgeordneten aus dem Wahlkreis, Frau Barbara Saebel von Bündnis90/Die Grünen und   Frau Christine Neumann-Martin von der CDU. Herzlichen Dank für Ihren Besuch heute Morgen.
OB Johannes Arnold wird wie in all den Jahren, auf Grund eines Termins, etwas später zu uns stoßen. Aber Ettlingen fertigen wir jetzt mal gleich ganz ab. Lieber Dr. Vetter, Alt-OB und Ehrenbürger der Stadt Ettlingen, alter Freund unserer Gemeinde und immer gern gesehener Gast. Lieber Erwin, herzlich Willkommen in unserer Mitte.
Nach dem Motto „Ladies First“ begrüße ich meine BM-Kollegin aus Gaiberg, unsere Waldbronnerin Petra Müller-Vogel. Schön, dass Du da bist.
BM Mai aus Bad Herrenalb ist ebenfalls unser Gast. Nicht nur die Nachbarschaft oder das uns verbindende Albtal sind das Fundament für ein angenehmes Miteinander.
Zwei Alt-BM geben sich die Ehre. Bernhard Becker und Rudi Knodel, Alt-BM der Gemeinden Marxzell und Karlsbad sind unsere Gäste. Ich freue mich, euch begrüßen zu können.
Aus Stupferich begrüße ich den Ortsvorsteher Alfons Gartner. Nicht nur die Wasserversorgung ist unser verbindendes Band. Vielen Dank für Deinen Besuch.
Karlsbad ist weiter vertreten durch die BM-Stellvertreter Karl-Heinz Ried und Uwe Rohrer, durch den Spielberger Ortsvorsteher Joachim Karcher mit Gattin und den Mutschelbacher Ortsvorsteher Michael Wenz. Die Fraktionsvorsitzende Roland Rädle und Jürgen Hermann vervollständigen die starke Truppe. Wir freuen uns über Euren Besuch.
Klaus Steigerwald, unser interkommunaler Offerta-Manager ist in Begleitung seiner Frau Kathi heute unser Gast. Auch der 10te Auftritt des Treffpunkts Karlsbad-Waldbronn in der Messe Karlsruhe war ein voller Erfolg. Danke lieber Klaus.
Ein herzliches Willkommen an die Kreisräte unseres Wahlbezirks.
Natürlich auch ein Willkommen an unsere Gemeinderätinnen und Gemeinderäte mit ihren Partnern, an unsere Jugendgemeinderäte, den Altgemeinderäten und an die außerparlamentarischen Mitglieder des Umweltbeirats sowie des Wirtschaftsbeirats. Willkommen an die Vertreter aus der Steuerungsgruppe Leitbild.
Als Gäste zum Neujahrsempfang gekommen sind ebenso die Träger der Bundesverdienstorden, der Landesehrennadel und der Wirtschaftsmedaille von Baden-Württemberg, der goldenen und silbernen Waldbronner Bürgermedaille.
Auch in diesem Jahr darf ich einen alten Freund unserer Gemeinde, ein alter Freund unseres Martin Altenbach, den Badener Nr. 1, hier im Kurhaus begrüßen. Die badische Fahne weht wieder über dem Karlsruhe Schloss.
Die Kirchen sind vertreten durch unsere Pfarrer Torsten Ret für die katholische Kirche und Pfarrer Fritz für die evangelische Kirche. Kirchlicher Beistand kann niemals schaden. Pfarrer Ret ist derzeit noch bei der Arbeit, er wird später zu uns stoßen. Herzlich willkommen auch an Kirchenräte, Ältestenräte, Vertreter der Caritas, des Diakonievereins und der Katholischen Frauengemeinschaft.
Der Erwin-Vetter-Freundeskreis, das ist nicht nur eine Kaffeerunde mit Paul Deger an der Spitze, eine lockere und fröhliche Gemeinschaft, die über das ganze Jahr Besichtigungen und Exkursionen anbietet. Schön, dass Ihr da seid.
Den Heimatstüblern, einer eingeschworenen Gemeinschaft, die nicht nur im Winterhalbjahr Brauchtum in unserer Heimatstube pflegt, Dank und Gruß.
Mein Gruß geht an die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr mit ihrem Kommandanten Jochen Ziegler an der Spitze. Ein herzliches Dankeschön für ihre stete Bereitschaft zum Schutze unserer Bürger.
Dank und Gruß geht auch an die Vertreter der Rettungsorganisationen des DRK und der DLRG.
Ich darf Mitglieder unserer Sütterlin-Gruppe mit Frau Jörg an der Spitze begrüßen. Alte Dokumente werden in ein lesbares Deutsch übersetzt. Der Gruppe ein großes Dankeschön.
Ein herzliches Willkommen an die Vertreter des Arbeitskreises Asyl  „Willkommen für Fremde“. Sie leisten hier in Waldbronn im Ehrenamt einen unschätzbaren Dienst für die Integration der Flüchtlinge. Danke!
Die Polizei ist präsent durch die Herren Hartmut Schroth und Thomas Becker des Polizeipostens Albtal. Vielen Dank für die gute Zusammenarbeit.
Willkommen an alle Vertreter unserer örtlichen Vereine. Was die Damen und Herren mit ihren Mitgliedern uns über das ganze Jahr im Ehrenamt bieten verlangt allergrößten Respekt. Einige wenige Beispiele dazu im Rückblick 2019.
Für die Schulen begrüße ich Frau Rektorin Heimlich von der Albert-Schweitzer-Schule mit ihrer Konrektorin Frau Köthner-Wolf, Herrn Rektor Nold von der Anne-Frank-Schule mit Konrektor Jens Puchelt. In dieser Runde darf ich auch Helmut Zahnleiter und Peter Hepperle, unsere Rektoren im Ruhestand begrüßen. Mitglied dieser Gruppe ist seit August 2019 auch die Rektorin der Waldschule Etzenrot, unsere Ruth Csernalabics.
Vom Schulzentrum Karlsbad begrüße ich herzlich die Rektorin der Gemeinschaftsschule Karlsbad-Waldbronn, Frau Ulrike Frank, sowie den Rektor der Realschule, Herrn Harald Wolff. Kompliment an die Gemeinde Karlsbad, die sich mit diesem tollen Schulzentrum in die Pflicht nimmt.
Ich grüße die Vertreter aus der Wirtschaft, die Vorstandschaft der Waldbronner Selbständigen und bedanke mich für das angenehme Miteinander im vergangenen Jahr.
 
Von der Firma Polytec begrüße ich Herrn Geschäftsführer Alfred Link mit Gattin. Mein Gruß gilt auch Herrn Felix Nussbaum von der Firma Taller. Allen Firmeninhabern sei hier für ihr unternehmerisches Wirken ganz herzlich gedankt.
Ein besonderes Willkommen geht an unsere Bäckerei mit Herz, an Dich lieber Richard Nussbaumer mit Deiner Frau Irma, an deine Familie und Bruno Rihm. Neben eurem großen unternehmerischen Wirken sei hier euer überragendes soziales Engagement genannt.
Begrüßen darf ich auch die Vertreter der Banken, die Vorstände Wolfram Trinks und Thomas Reinig  von der Volksbank Ettlingen, sowie Nicholas Jany, Leiter der Filiale der Sparkasse Karlsruhe hier am Rathausmarkt. Mit einem Fortbestand beider Filialen hier bei uns rechnen wir ganz fest.
Um- und Neubau des Kindergartens St. Josef, jetzt der Anbau am Kindergarten Don Bosco, und über eine Erweiterung  in Etzenrot werden wir zeitnah reden müssen. Womit ich Sie, sehr geehrter herr Zuber von der Verrechnungsstelle der Kath. Kirchengemeinden begrüße. Eine dankbare Aufgabe für unsere beiden Häuser, aber auch ein hartes Brot.
Frau Nicole Heidt, Leiterin der Tagespflege am Rathausmarkt ist heute unser Gast. Wir sind stolz auf diese Einrichtung die über unsere Ortsgrenzen hinaus wirkt. Schön, dass Sie heute Morgen die Zeit gefunden haben.
Von der Firma GSL aus Stuttgart, Gesellschaft für Stadt- und Landschaftsplanung, begrüße ich Frau Eisenbraun, die für uns die Umlegung und Erschließung im Neubaugebiet Rück II durchführt. Das baugebiet nimmt langsam Form an. Behinderungen, Einschränkungen gerade an der Talstraße bitte ich zu entschuldigen.
Ein herzlicher Gruß an alle Mitarbeiter unserer Gemeinde, ob im Rathaus, in der Gärtnerei, im Bauhof, bei der Wasserversorgung, die Vertreter des Personalrats, der Kurverwaltung, an alle Geschäftspartner.
Meine Familie, Freunde, Bekannte und alle namentlich nicht Genannten sind uns hier im Kurhaus natürlich genau so herzlich willkommen.
Ich freue mich, dass Sie die Zeit gefunden haben und unserer Einladung gefolgt sind.

Beschwingter Auftakt: Unter der Leitung von Ralf Wittmann sorgte die Swing-Formation "EverGREEN Swing attack" vom Musikverein Busenbach für die musikalische Unterhaltung.
 
Rückblick
 
Danke für das Stück „Wonderfull world“, das mir eine schöne Überleitung bietet. Ja, es ist eine wunderbare Welt, aber was dort draußen derzeit alles passiert, ist nur schwer zu ertragen und hat Auswirkungen bis herunter nach Waldbronn. Der Handelsstreit zwischen China und den USA, die Wirtschaftssanktionen gegen Russland, wir haben weltweit operierende Firmen hier am Ort, der Weltfrieden macht schon eine ganze Weile Pause. Krieg in Syrien, im Irak, in Iran. Im Bürgerkrieg in Lybien will die Türkei jetzt eingreifen. Die Welt scheint aus den Angeln. Und Europa, so zerstritten wie noch nie. Gerade jetzt bräuchte es ein starkes, geeintes Europa. Brexit, ein Innenminister eines südeuropäischen Landes, der Menschen als Müll bezeichnet. Gott sei Dank hat man ihn entsorgt. Dieses Europa kann sich noch nicht einmal darauf verständigen, 5000 unbegleitete Kinder, die meisten unter 12 Jahren, die unter Menschen unwürdigen Umständen in einem Flüchtlingslager auf einer griechischen Insel hausen, aufzunehmen. Die vorgeschobene Diskussion in dieser Sache ist einfach nur erbärmlich.
Und dann gibt es ja auch noch den Klimawandel. „Fridays for future“, Greta Thunberg. Ikone und Hassfigur. Es treibt schon ganz besondere Blüten. Was hat doch diese Jugendliche die Welt wachgerüttelt. Wer so viele Freunde und Feinde hat, der hat wahrlich den Finger in die Wunde gelegt. Waldbrände, Buschbrände von nie gekanntem Ausmaß, sintflutartige Niederschläge mit Überschwemmungen, Gletscher und Polkappen schmelzen rapide. Und da gibt es doch tatsächlich noch Menschen, die den Klimawandel leugnen. Er ist bei uns angekommen. Die Bundesregierung schnürt ein Klimapaket. Ein erster Schritt. Ob es die Bezeichnung Paket verdient möge jeder für sich entscheiden. Meine Bitte zum Thema Klimaschutz an alle: mit etwas mehr Sachlichkeit ist dem Klima bestimmt gedient. Man muss kein Prophet sein um den Klimawandel und all die damit einhergehenden Veränderungen als die Herausforderung für die nächsten Jahre zu sehen. Es gibt wahrlich große Probleme auf dieser Welt und somit auch bei uns. Was sind die Schlagzeilen bei uns? Bonpflicht und ein Kinderlied. Gewisse Medien befeuern das auch noch anstatt nachzudenken.
 
Und der Rechte Rand jubiliert. Tempo 130? Kommt ganz bestimmt. Beim Autofahren ist es wie bei den Gesetzen: Man kommt auch langsamer ans Ziel. So auch in Waldbronn. 30 von Ortseingang bis Ortsausgang. Prima, Sie können auf den Hauptachsen in aller Ruhe durchrollen. Wir haben dort beidseitiges, absolutes Halteverbot, auch nach Beendigung der Umleitungsphase. Die letzten Schilder werden derzeit nachgerüstet.
Was passierte denn sonst noch in Waldbronn? Begleiten Sie mich auf einem kleinen Streifzug durch das vergangene Jahr. Die Auswahl ist sehr begrenzt und wird der Fülle, die uns Waldbronnern gerade durch die Vereine geboten wird, in keiner Weise gerecht.
Herausragend die Anzahl an Jubiläen und runden Geburtstagen unserer Vereine und Institutionen. Zeigen sie uns doch die große Vielfallt in Waldbronn.
 
Beginnen möchte ich heute an Dreikönig mit einem Bild der Sternsinger der Katholischen Kirchengemeinde aus Busenbach. In Waldbronn zogen insgesamt 85 junge und auch etwas ältere Sternsingerinnen und Sternsinger in der ersten Januarwoche von Haus zu Haus und überbrachten den Segen des neuen Jahres.
 
Der Feuerteufel meinte es nicht gut mit Waldbronn. Aber bei drei großen Bränden war unsere Wehr zur Stelle und konnte dank eines hohen Standards in ihrer Ausbildung die nötige Hilfe leisten.
 
 Kreuzungen und Fußgängerübergänge konnten zu Beginn des Jahres rechtzeitig fertiggestellt werden. Gerade im Vorgriff auf die Umleitung für die L 623, die sogenannte Ochsenstraße, wichtige Maßnahmen.
 
Auch Waldbronn darf sich nun mit dem Zertifikat European Energy Award (EEA) schmücken. Umweltminister Franz Untersteller hat in Tübingen unserem Bürgermeisterstellvertreter Joachim Lauterbach die Zertifizierung übergeben.
 
Der Lions-Basar im Kurhaus. Für viele ein Aufreger der besonderen Art. Nach der Türöffnung heißt es dort in Deckung zu gehen, sonst werden sie überrannt. Und wenige Sekunden später sieht es dann so aus. Spricht für das Angebot und ist Grundlage für den monetären Erfolg.
 
Der SPD-Ortsverein Waldbronn feiert sein 100 jähriges Jubiläum in seinem Gründungslokal, im Hirsch in Etzenrot. Fast auf den Tag genau am 1. Februar. Aber es wurde natürlich in den 2. Februar, dem Gründungstag, reingefeiert. Zünftig mit Musik, vielen Erinnerungen, Ehrungen und einem Festvortrag.
 
Von der Faschingskampagne 2019 dieses Mal nur den Rathaussturm. Neben den Prunksitzungen und närrischen Abenden, sowie natürlich dem Umzug ist der Rathaussturm eine schöne Tradition. Und schickt den Bürgermeister in eine närrische Auszeit.
 
Wasser, Trinkwasser. Selbstverständlich für alle, kommt doch aus dem Wasserhahn. Sie sehen ein Bild von der Eröffnung der Wasserausstellung „Wasserversorgung früher und heute“ im Rathaus. Ingeborg Jörg, die früheren Rektorin der Waldschule, hat in akribischer Kleinstarbeit eine beeindruckende Ausstellung mit vielen Dokumenten und Unterlagen über die Wasserversorgung in und um Waldbronn zusammengestellt. Der „internationale Weltwassertag“ bot sich da als Tag der Ausstellungseröffnung natürlich geradezu an.
 
16 Jahre hatte der alte Kunstrasen auf dem Spielgelände des TSV Etzenrot auf dem Buckel, sozusagen auf dem Heidebuckel. Doch der Belag war in die Jahre gekommen und nunmehr nicht mehr bespielbar. Die Freude in Etzenrot über den neuen Kunstrasen war riesengroß. Die Kosten teilen sich der Verein, die Gemeinde und der Badische Sportbund.
 
50 Jahre Partnerschaft Etzenrot-Esternay. Die älteste der Partnerschaften in unserer Gemeinde mit der in der Champagne gelegenen Ortschaft Esternay wurde gebührend gefeiert. Einer etwas feuchten Baumpflanzaktion folgte ein toller Jubiläumsabend im Gesellschaftshaus. Gottesdienst und gemeinsames Mittagsessen rundeten das Festwochenende ab. Seit 50 jahren ein Beitrag für ein friedliches Europa.
 
Endlich, ja endlich nach langen Verhandlungen der symbolische Spatenstich im Baugebiet Rück II. 86 000 Quadratmeter, 52 500 davon sind Baufläche. Dringend benötigte Fläche für Wohnbau. Wir werden dort auch dem Ruf nach bezahlbarem Wohnraum gerecht.
 
Waldbronn hat wieder eine Kinder- und Jugendbücherei. Eröffnung des „Lesetreffs“ im ehemaligen Radiomuseum. Was das ehrenamtliche Vorstandsteam um Vorsitzende Ruth Csernalabics, Elisabeth Jäger, Ingeborg Jörg und Silivia Seibold auf die Beine gestellt hat, kann sich wahrlich sehen lassen. Viele weitere freiwillige Hände haben mitgeholfen. Die künftigen Benutzer haben die Bücherei sofort in Besitz genommen.
 
Im Mai die Kommunalwahl, im Juli die Vereidigung. Waldbronn hat einen neuen Gemeinderat. In den Wahlen 2014 und 2019 wurden zwei Drittel der Stühle neu besetzt. Wir wünschen allen, nicht nur den neuen Gemeinderäten, viel Freude an ihrem verantwortungsvollen Ehrenamt.
 
Herzlich und mit vielen guten Wünschen für die Zukunft wurde Rektorin Ruth Csernalabics von „ihren“ Schülern, dem Kollegium und vielen weiteren Wegbegleiterin verabschiedet. Nicht nur bei der Rektorin floss die eine oder andere kleine Träne. Die Rektorin im „Sabbatjahr“ bleibt ihrer Schule als Gemeinderätin, wie wir schon erfahren durften, eng verbunden.
 
Der Kurparkfest: Tolle Stimmung, nette Leute, super Musik, gute Gespräche, lecker Essen und Trinken. Und das Wetter? Nun ja, hätte über die beiden Tage etwas besser sein können. Wie Sie sehen, Freibier ist immer noch das beliebteste Getränk. Und es gab wieder ein Feuerwerk. Muss man das in Frage stellen? Für Jung und Alt immer ein Höhepunkt.
 
Neue Qualitätswanderwege „Wallfahrt & Wünschelroute“ eröffnet. Bad Herrenalbs Bürgermeister Norbert Mai übergab am Vormittag vor dem Ettlinger Schloss als 1. Vorsitzender der Tourismusgemeinschaft Albtal Plus die Zertifikate an Karlsbad, Marxzell und Waldbronn.
 
Im Oktober feierten wir Goldenes Jubiläum zwischen Waldbronn und der Kultur. Auf 50 durchwegs erfolgreiche Jahre kann der Kulturring Waldbronn zurückblicken. Gegründet wurde er 1969 auf Anregung des damaligen Reichenbacher Bürgermeisters Alfred Ohl von dem in Waldbronn wohnenden BNN-Kulturredakteur Karlheinz Ebert. Eine großartige kulturelle Bereicherung für unsere Kommune.
 
Der Wolf kommt. Nein, vor dem braucht man keine Angst zu haben. Minister Wolf, immer wieder gern gesehener Gast bei uns, überbrachte Fördergelder über 180 000 Euro für Sanierung Therapiepark und Kurparkbrücke. Fördergelder, die wir nur auf Grund unseres Prädikats „Ort mit Heilquellen Kurbetrieb“ erhalten.
 
Mit einem festlichen Konzert feierte der Kirchenchor der Pfarrgemeinde St. Wendelin Reichenbach, seit 1974 katholischer Kirchenchor Reichenbach/Etzenrot, sein 175-jähriges Bestehen. In knapp zwei Stunden präsentierte der Chor, unter der Leitung von Joachim Langnickel, sein ganzes Können. Wie war doch zu lesen: Lob Gottes bringt Kirchenschiff zum Beben.
 
Wir sind dabei – Waldbronn als Fairtrade-Kommune ausgezeichnet. Das entsprechende Zertifikat wurde uns vom Fairtrade-Ehrenbotschafter Manfred Holz verliehen. Allen Engagierten, insbesondere dem „Eine-Welt-Kreis“ einen herzlichen Dank.
 
Jubiläum auf der Offerta. Zehn Jahre Gemeinschaftsstand Treffpunkt Karlsbad/Waldbronn. Zehn erfolgreiche interkommunale Präsentation. Aus einer Idee wurde eine Erfolgsgeschichte. Danke an Aussteller, Tagesausstellern, teilnehmende Vereine, Messeteam und Gemeinderäte. Ja, an unserem Gemeinschaftsstand, da ist was los.
 
Auch im vergangenen Jahr gab es eine erfolgreiche Waldputzaktion des Schwarzwaldvereins. Helfer jeden Alters, darunter viele Pfadfinder aus Waldbronn, säuberten Wald und Flur, insbesondere an den Straßenrändern. Immer eine tolle Aktion, deren Ergebnis aber erschreckt.
 
Groß war das Interesse bei unserer Einwohnerversammlung. Wir informierten umfänglich über Bauprojekte, Finanzen, Verkehrssituation und Kinderbetreuung. Der Eistreff kam auch nicht zu kurz.
 
War das etwa ein Weihnachtsgeschenk unseres Nachbarn Karlsbad an uns. Kurz vor den Feiertagen wurde doch tatsächlich die Ochsenstraße wieder für den Verkehr freigegeben. Puh, erst mal durchschnaufen. Und ein dickes Lob an die Autofahrer ob ihrer gegenseitigen Rücksichtnahme und Geduld bei der Fahrt durch Reichenbach. Wir hatten es weit schlimmer erwartet. Die Ampeln im Ort werden demnächst abgebaut. Über einen Verbleib der Ampel an der Einmündung Stuttgarter Straße in die Ettlinger Straße wird an übergeordneter Stelle entschieden. Hier ein Bild von der Baustelle. Die Fotos von der offiziellen Eröffnung gehören dem Kollegen Timm für seinen Neujahrsempfang.
 
Patrozinium St. Katharina Busenbach und 125jähriges Bestehen der Kirche. Gegen Ende des Jahres feierte die kath. Pfarrei St. Katharina in Busenbach das 125jährige Bestehen der Kirche mit einem festlichen Gottesdienst und anschließender Begegnung auf dem Kirchplatz. Die Pfarrgemeinde ist stolz auf ihre Kirche und die Feier des Patroziniums ist für alle Herzenssache.
 
Wie eingangs erwähnt, nur ein kleiner Ausschnitt aus dem alltäglichen Leben hier bei uns. Umfassende Rückschau zu halten würde jeden Rahmen sprengen.

Bis in den Nachmittag hinein blieb viel Zeit und Raum für angeregte Gespräche.
 
Köpfe des Jahres

Norman Bücher ist wieder unterwegs. 7 Continents, durch alle Erdteile. Er geht dann nicht einfach nur spazieren. Die Etappe durch Europa war ein voller Erfolg. Um Kindern und Jugendlichen eine Stimme zu geben, ist Extremsportler Norman Bücher von Berlin nach Istanbul gelaufen – insgesamt 2.300 km in 54 Tagen. Sie müssen das jetzt nicht im Kopf ausrechnen. Das macht täglich die Marathonstrecke plus ein paar hundert Meter. Im Fokus des Projekts steht der Dialog mit Kindern und Jugendlichen. Dir lieber Norman, weiterhin viel Erfolg.
Lange war die Stelle vakant, jetzt ist er da. Die Pfarrstelle in der Evangelischen Kirchengemeinde Waldbronn ist seit Anfang März wiederbesetzt: Der neue Gemeindepfarrer Andreas Waidler feierte am 17. März seinen ersten Gottesdienst im evangelischen Gemeindezentrum. Ich durfte Pfarrer Waidler mit einem Präsent herzlich willkommen heißen und wünschte ihm alles Gute für seinen Dienst in der evangelischen Kirchengemeinde. Auch er ist wie sein katholischer Kollege Mitglied der FW Waldbronn.
Frau Erika Krüger, unterwegs auf dem gesamten Erdball, sammelt WM-Titel wie andere Leute Ansichtskarten. Ob Crosslauf, Halbmarathon oder Mannschaftswettbewerbe, Frau Krüger ist immer an der Spitze zu finden. Die Seniorin verstärkt auch gerne bei Teamwettkämpfen die jüngeren Jahrgänge. Wir wünschen Frau Krüger viel Freude und Erfolg bei Ihrem schweißtreibenden Hobby.
Bambi Verleihung in Baden-Baden. Und wer gewinnt den BAMBI als Publikumsliebling? Unser Max Giesinger. Er konnte sich in der Publikumswahl gegen zwei Mitbewerber durchsetzen. Max freute sich wie verrückt. Originalton Max: „Wow. Krass. 200 Meter von hier habe ich in Baden-Baden mal Straßenmusik gemacht und bekam auch mal einen 5-Euro-Schein. Jetzt hab‘ ich nen BAMBI.“ Max, wir wünschen Dir auf deinem weiteren Weg in der Musikszene alles Gute und viel Erfolg.
Bäckerei Nußbaumer, die Bäckerei mit Herz. Und wenn jemand diesen Titel verdient hat, dann sind es die Eheleute Richard und Irma Nussbaumer mit Ihrem Team. Im Mai 1979 gründeten Irma und Richard Nussbaumer ihre Bäckerei-Konditorei mit Verkaufsgeschäft und Cafe in der Ettinger Straße 49 in Busenbach. Die Qualität ihrer Produkte und die Nähe zu ihren Mitarbeitern war der Grundstock für das stetige Wachstum. 1985 kam Konditormeister Bruno Rihm zum Unternehmen dazu und war mit Irma und Richard Nußbaumer an der weiteren Entwicklung maßgeblich beteiligt. Mit den Söhnen wurde die ganze Sache dann rund. Eine Erfolgsgeschichte mit viel Herzblut.
Am 2. Mai 1969 ließ sich Dr. Helmut Sauer als Allgemeinmediziner mit den Zusatzqualifikationen Homöopathie und Naturheilverfahren in Waldbronn nieder. Dann sind jetzt über 50 Jahre. Eine wahrlich stolze Leistung, denn wer steht schon 50 Jahre in einer Praxis. Sein Praxisteam organisierte den Überraschungsbesuch. Überrascht, dennoch sichtlich gerührt und erfreut, nahm er die Glückwünsche zu seinem 50-jährigen Praxisjubiläum entgegen. Dr. Helmut Sauer ist eine „Koryphäe, die aus dem Ort nicht wegzudenken sei“.
 
Ehrungen


Auf dem Neujahrsempfang der Gemeinde sind drei Waldbronner Bürger mit der Bürgermedaille der Gemeinde ausgezeichnet worden.

Auch in diesem Jahr bietet unser Neujahrsempfang den idealen Rahmen, nicht nur Danke zu sagen, sondern auch jene, die über das normale Maß hinaus diesen Dank verdient haben, zu ehren.
 
Gerade der soziale Zusammenhalt und die hohe Bereitschaft zum Ehrenamt macht vieles möglich. Und ich wiederhole es alle Jahre immer wieder nur allzu gerne: Waldbronn ist stolz auf seine Vereine und Gemeinschaften, in deren Reihen tatkräftige Frauen und Männer, tagaus – tagein im Ehrenamt Außergewöhnliches leisten.
 
Sie stehen nicht im Rampenlicht, wirken meist im Stillen, ja fast unsichtbar, und doch ist ihr jahrzehntelanges Wirken für unsere Gemeinschaft eigentlich unverzichtbar.  
Auf Antrag hat der Gemeinderat in seinen Sitzungen im September und Anfang Dezember beschlossen, diese drei Mitbürger mit der Bürgermedaille zu ehren, ihnen Dank und Anerkennung auszusprechen.
 
Ich darf nun die Dame und die beiden Herren zu mir nach vorne bitten.
Es sind dies:
Frau Christina Rieker
Herr Meinrad Ochs und Herr Martin Steigert
Der Kulturring Waldbronn feierte im vergangenen Jahr sein 50jähriges Jubiläum mit einer Vielzahl an Veranstaltungen, wie im Rückblick 2019 schon erwähnt. Vorsitzender des Kulturrings ist kraft Amtes immer der Bürgermeister, in diesem Fall also ich. Ich behaupte mal, auf mich könnte der Kulturring verzichten. Auf die Geschäftsführerin nicht. Und sie steht neben mir. Frau Christina Rieker hat dieses verantwortungsvolle Amt 2006 übernommen, war davor aber schon viele Jahre im Gremium tätig. Seit 15 Jahren sieht sich Frau Rieker nun in der Pflicht uns die Kunst, die Kultur näher zu bringen. So wie ihren Vorgängern gelingt es auch ihr seit 1,5 Jahrzehnten interessante Künstler nach Waldbronn zu holen.
Es ist schon eine große Herausforderung mit der Kunst, mit der Kultur. Bezeichnet doch der Begriff Kultur im weitesten Sinne alles, was der Mensch selbst gestaltend hervorbringt. So unterschiedlich wie die Kunst, die Kultur sein kann, so unterschiedlich sind natürlich auch die Wünsche der Besucher unserer Veranstaltungen. Hier den richtigen Mix zu finden das ist, wie oben schon erwähnt, die Herausforderung schlechthin. Dieser Herausforderung stellt sich Frau Rieker gerne. Und glauben Sie mir, das ist nicht einfach. Umso erstaunter bin ich immer wieder, wenn es daran geht das Jahresprogramm zu gestalten. Christina Rieker zaubert uns dann immer wieder Künstler aus diesem riesigen Angebot, die erstens für uns noch bezahlbar sind, denen wir die passende Bühne bieten können und die, das ist ja die größte Herausforderung, auch den Kulturgeschmack unserer Gäste finden. Ich erinnere hier nur an das festliche Bläserkonzert Opus 4 in der Pfarrkirche St. Katherina in Busenbach.
Liebe Frau Rieker, der Erfolg der Veranstaltungen ist Bestätigung, Lob und Anerkennung, verbunden mit der Bitte von mir, auch in Zukunft Vorsitzender des Kulturrings Waldbronn mit einer Geschäftsführerin Christina Rieker sein zu dürfen.
Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung im September beschlossen, Frau Christina Rieker mit der Bürgermedaille in Silber zu ehren.
Meinrad Ochs, ihn darf ich bestimmt als Etzenroter Urgestein bezeichnen, ist der nächste zu ehrende Mitbürger.
Wer von Ihnen erinnert sich nicht daran, dass gerade bei uns auf dem Dorf die Haltung von Nutztieren in den 50er und 60er Jahren noch weit verbreitet war. Zu jener Zeit wohl weniger Hobby, sondern für viele Familien auch die Notwendigkeit für den Essenstisch. Das hat sich danach gehörig gewandelt. Das Halten von Hühnern, Hasen, Enten, Gänsen und Tauben, um nur einige zu nennen, wurde zum Hobby. Ein Hobby, das nicht jeden Nachbarn erfreut. Ein Gockler, der sich frühmorgens lautstark zu Wort meldet, wird nicht immer als typisch dörflich und gar freudig empfunden. Darf er das überhaupt noch?
Schön, dass sich noch immer Menschen in unserer Dorfgemeinschaft finden, die sich der Kleintierzucht verschrieben haben. Die es auch unseren Kindern und Enkelkindern ermöglichen, bei ihnen im Stall, bei Ausstellungen auf deren Sommerfesten, Leistungsschauen oder Zuchtanlagen, diese Tiere hier vor Ort und nicht nur im Zoo, hautnah zu erleben und kennen zu lernen. Kleintierzucht ist ein ganz besonderes, ein sehr Zeit intensives Hobby. Die Hühner, die Hasen, die kann man eben nicht wie eine Briefmarkensammlung mal eben für Tage oder Wochen beiseitelegen. Die Geschöpfe brauchen tägliche Zuwendung.
Diesem Hobby hat sich Meinrad Ochs seit vielen Jahren mit Haut und Haaren verschrieben. Damit aber nicht genug. Damit diese Tradition erhalten bleibt, braucht es unsere Kleintierzuchtvereine. Schon früh Mitglied im Kleintierzuchtverein Etzenrot hat er dort dann ab 1994 als 2. Vorsitzender Verantwortung übernommen. Der Sprung auf den Stuhl des 1. Vorsitzenden ab Januar 2000 war somit vorgezeichnet. Das sind mittlerweile 26 Jahre Führung eines Vereins.
Davor, in den 80er Jahren war Herr Ochs Mitglied im Kirchengemeinderat Etzenrot und engagiert sich heute noch als stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Etzenroter Vereine.
Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung im Dezember beschlossen, Herrn Meinrad Ochs für seine Verdienste mit der goldenen Bürgermedaille zu ehren.
 
Er ist die Jugendabteilung des TSV Reichenbach in Person. Martin Steigert, unermüdlicher Jugendleiter des TSV Reichenbach seit über 30 Jahren, unermüdlicher Jugendtrainer seit über 40 Jahren. Was dies an Zeitaufwand in einem Verein mit einer Jugendabteilung in der Größe wie beim TSV bedeutet – ich kann das nicht beziffern. Das möchte auch niemand, am allerwenigsten er selbst. Das ist ganz typisch für Martin Steigert. Und für alle im Verein, die ihn, wie eng auch immer, begleiten dürfen, ganz selbstverständlich. Die Kinder und Jugendlichen müssen betreut, müssen trainiert werden. Und wenn dann mal für eine der jüngeren Jugendmannschaften ein Trainer fehlt, dann macht er das eben auch noch mit.
In jungen Jahren über den Fußball zum TSV Reichenbach gekommen, wurden seine Talente schon bald entdeckt. Fußballerisch gab es da wohl Grenzen, aber was das Betreuen, das Organisieren angeht, da war Martin Steigert mit einem Übermaß an Talent ausgestattet. Vor über 40 Jahren wuchs er unter dem damaligen Jugendleiter Günter Kistner Schritt um Schritt ins Trainer- und später ins Jugendleiteramt. Die ständige Suche nach Trainern und Betreuern für ca. 13 Jugendmannschaften mit gut 170 Jugendspielern, Organisation des Spielbetriebs, planen von Ausflügen und Turnieren, auch Besuche mit Jugendmannschaften in unseren Partnergemeinden. Als wäre das nicht genug, macht er auch noch die Einteilung für den Dienst am Essenstand beim alljährlichen großen Sportfest des TSV. Wer sich in der Materie auskennt, weiß um diese ganz besondere Herausforderung. Nicht nur im Fußballkreis Karlsruhe, weit über die Kreisgrenzen hinaus, hat sich Martin Steigert in den zurückliegenden Jahrzehnten höchste Anerkennung erworben. Der TSV Reichenbach wird von allen Fußballvereinen um seinen Jugendleiter beneidet.
Nicht unerwähnt bleiben soll sein Hobby neben dem Amt des Jugendleiters. Ohne ihn und seine Frau Dagmar gäbe es den Hirsch in Etzenrot wohl nicht mehr. Das Rock-Cafe Hirsch ist nicht nur bei jungen und junggebliebenen Rockmusik-Liebhabern eine Institution. Der Hirsch ist auch eine Wirtschaft für Jung und Alt in Etzenrot. Für die Organisation der Livemusik, der Konzerte, braucht es Organisation, braucht es einen Verein. Die Kulturfreunde Albgau. Wer ist der Vorsitzende?
Lieber Martin Steigert, der Gemeinderat hat in seiner Sitzung im Dezember beschlossen, Sie für Ihre vielfältigen Verdienste mit der Bürgermedaille in Gold zu ehren.
 
Ausblick und Dank

Auch 2019 war für uns ein erfolgreiches Jahr. Für all die Jahre nach der Wirtschaftskrise 2008/2009 sollten wir dankbar sein. Die Wirtschaft zeigte sich stabil und stetig wachsend. Die Steuereinnahmen waren zufriedenstellend, oftmals besser als prognostiziert. In den letzten Monaten wurden vermehrt die Prognosen Wirtschaftswachstum nach unten korrigiert.  Jetzt, das ist erfreulich, geht es wieder etwas nach oben. Man rechnet mit einem Plus von einem Prozent. Was letztlich unterm Strich bleibt, darüber berichte ich gerne in einem Jahr. Beim Neujahrsempfang vor einem Jahr forderte ich zum Vertrauen in das eigene Handeln, zu Mut und Optimismus auf. Mit dem Spatenstich für das Baugebiet Rück II, aber insbesondere mit der Entscheidung für das sogenannte Aldi-Projekt haben wir städtebaulich einen großen Schritt nach vorne getan. Und eine gehörige Portion Mut sollte uns auch durch das vor uns liegende Jahr begleiten. Es gibt Einiges abzuarbeiten.
 
Wir hoffen bis nach der Sommerpause den Anbau am Kindergarten Don Bosco abzuschließen und den Kindern zu übergeben. Gespräche, erste Planungen über eine Erweiterung des Kindergartens St. Bernhard in Etzenrot stehen an. Auch heute möchte ich zu unserer Bürgerbeteiligung Mehrgenerationenhaus am 23. Januar hier im Kurhaus einladen. Ein Gebäude mit einem 6-gruppigen Kindergarten im Erdgeschoss, darüber barrierefreie Wohnungen mit vielfältigen Angeboten. Wir brauchen dazu Ideen, gute Ratschläge aus der Bürgerschaft. Nicht zuletzt unsere Einwohnerversammlung im November hat aufgezeigt wie wichtig es ist, unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger rechtzeitig zu informieren und mitzunehmen. Umfassende Information für unsere Bürger ist für mich ein Muss. Bringen Sie sich bitte ein.
An der Waldschule in Etzenrot werden wir einen Anbau errichten, um die dort räumlich sehr angespannte Situation zu verbessern.
Die Erschließung von Rück II wird bis Jahresende abgeschlossen sein und erste Bauwerke werden entstehen. Die begleitenden Arbeiten in der Talstraße werden abgeschlossen. Bestimmt werden die Arbeiten an der Josef-Löffler-Straße auch irgendwann fertig.
Dazu natürlich wie all die Jahre eine Vielzahl an kleineren Maßnahmen. Größere Bauwerke wegen Regenrückhaltung aus den Feldlagen müssen wir auf Grund der derzeit angespannten Finanzen in die Folgejahre verschieben. Sollte sich die wirtschaftliche Lage positiver zeigen, werden wir dieses natürlich sofort angehen.
Die Entscheidung Standort Feuerwehrhaus muss getroffen werden. Ein Feuerwehrhaus in der für Waldbronn nötigen Dimension wird ortsbildprägend sein. Deshalb muss auch hier die Bürgerschaft umfassend informiert und eingebunden werden. Bis Dezember 2025, dem Einzugstermin, ist es nicht mehr weit hin.
Eistreff, ein zur Zeit sehr emotionales Thema, muss in den nächsten Wochen entschieden werden. Die derzeitige Beschlusslage ist allen bekannt, der Gemeinderat wird die Interessen sorgfältig abwägen und danach entscheiden.
Es bleibt spannend, nicht nur beim Eistreff.
 
Durch das Jahr hindurch werden uns die Waldbronner Vereine mit ihrem gewohnt vielfältigen Programm begleiten. Herausragend in 2020 sind die drei 100-jährigen Jubiläen. Es sind dies der Musikverein Edelweiß Busenbach, der sozusagen heute in sein Jubiläumsjahr startet. Krönung wird das große Sommerfest mit Bezirksmusikfest sein. Der FC Busenbach, der ebenso mit einem großen Sommerfest und mancher Überraschung aufwarten wird. In Etzenrot wird der Musikverein Harmonie bei seinen Jubiläumsveranstaltungen dem in nichts nachstehen. Sie sind alle schon heute herzlich eingeladen.
Wir wünschen, nicht nur diesen drei Vereinen, viel Freude und Erfolg.
 
Ich möchte mich bedanken:
 
Bei der Swing-Formation „EverGREEN Swing attack“ des Musikvereins Edelweiß Busenbach unter der Leitung von Ralf Wittmann. Bei allen, die Waldbronn zu dieser liebenswerten Gemeinde machen mit ihrem überragenden Engagement im Ehrenamt. Einfach Danke an Alle, die etwas für ihre Gemeinde tun.
Danke an unseren Hausmeister Herrn Gorenflo und unseren Mann für alle Fälle, Willibald Masino.
Herzlichen Dank an meine Sekretärin Frau Rehfeld, die wie immer alles Bestens organisiert hat. Danke an die fleißigen Hände vor und hinter den Kulissen. Danke an das Deutsche Rote Kreuz für den Sanitätsdienst.
Herzlichen Dank an alle Mitarbeiter, ob in Verwaltung, Bauhof, Gärtnerei, Wasserversorgung, Volkshochschule, Kinderkrippen, Kindergärten, Schulen, Kurverwaltung, Jugendtreff. Sie alle prägen das Gesicht unserer Gemeinde.
Danke an alle unsichtbaren Geister, die unser Leben besser machen.
Herzlichen Dank an unsere Bäckerei mit Herz, Richard Nussbaumer, für die Neujahrsbrezel und an ihre Metzgerei in Etzenrot, Jan Messaros, für den Wurstkorb.
 
Liebe Bürgerinnen und Bürger, Frieden nicht nur in einem vereinten Europa, Frieden für die ganze Welt, auf der es sich so wunderbar leben lässt wenn alle etwas in diesem Sinne dafür tun.

Die Sternsinger schauten an "ihrem" Tag ebenfalls im Kurhaus vorbei und erfreuten die Gäste mit einem Gedicht.
 
Das letzte Wort heute haben jene, deren Feiertag dies auch ist. Wir haben uns die Heiligen 3 Könige eingeladen. Welchem Stern sie gefolgt sind weiß ich jetzt nicht. Ich freue mich, dass die weltweit größte Solidaritätsaktion, mittlerweile als immaterielles Weltkulturerbe anerkannt, auch bei uns so gut lebt. Dieser Brauch, gerade mal gut 100 Jahre alt, hat über 70 Tausend Projekte in den vergangenen Jahren unterstützt. Ich bin gespannt.
 
Nun wünsche ich Ihnen, auch im Namen meiner Frau Michaela, von Herzen ein gesundes, erfolgreiches Jahr 2020 und freue mich auf viele nette Gespräche!“
 
Grußwort Waldbronner Selbständige
Mit einem Grußwort, vertreten durch Vorstandsmitglied Jürgen Socher, präsentierten sich die Waldbronner Selbständigen. Obwohl „wir auf unruhige Zeiten zugehen, schauen wir mit Optimismus auf das neue Jahr“, so Socher. Er erinnerte an vergangene Aktionen wie das närrische Einkaufen, das Zunftbaumstellen, eine Podiumsdiskussion zur Kommunalwahl, die Sommernacht und die magische Nacht im Herbst sowie den ersten Waldbronner Adventskalender. Auch der Stammtisch „Wirtschaft triff Politik“ wird in diesem Jahr vierteljährlich weitergeführt. Eine Spendenaktion der Waldbronner Selbständigen erbrachte 1300 Euro, die an das Etzenroter Herzmobil geht.  

Mit dem traditionellen Neujahrsbrezel-Anschnitt endete der Neujahrsempfanng.

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