Gemeindenachricht

Aus dem Gemeinderat


Entscheidung über die Zukunft des Eistreffs vertagt

Die Entscheidung über die weitere Zukunft des Eistreffs ist vertagt: Mehrheitlich bei zwei Gegenstimmen stimmte der Gemeinderat in seiner ersten Sitzung im neuen Jahr dem Antrag der Freien Wähler auf Vertagung zu.
Zum einen, so begründete Kurt Bechtel (Freie Wähler) den Antrag, erwarte der Gemeinderat eine konkrete Beschlussvorlage für seine endgültige Entscheidung über die Zukunft des Eistreffs. Dies betreffe sowohl einen „aussagekräftigen, rechtlich geprüften und finanziell auf sicheren Beinen gestellten Vertragsentwurf“ hinsichtlich der möglichen Betreibergesellschaft als auch bezüglich einer möglichen Pachtübernahme durch Aldi Süd. Hinzu komme, so Bechtel weiter, dass kurzfristig ein weiterer Investor sein Interesse am Kauf des Eistreffs – unter Beibehaltung der bisherigen Nutzung der Eishalle - bekundet habe. Laut Verwaltung und Gemeinderat haben beide erst zwei Tage vor der Gemeinderatssitzung von dem möglichen Investor durch ein Schreiben erfahren.
Dass der Gemeinderatsbeschluss mehrheitlich angenommen und damit die Entscheidung über die Zukunft des Eistreffs vertagt wurde, freute die zahlreichen Zuhörer im Bürgersaal sehr. Mit lautstarkem Applaus feierten sie die Vertagung. Bereits rund eineinhalb Stunden vor der Sitzung hatten rund 350 Kinder, Jugendliche und Erwachsene vor dem Rathaus für den Erhalt des Eistreffs demonstriert.

Rund 350 Kinder, Jugendliche und Erwachsene kamen zur Demonstration "Pro Eistreff" auf den Rathausmarkt.     Volles Haus im Bürgersaal.

Zur Erinnerung: Bereits im November 2017 beschloss der Gemeinderat, dass der Eistreff aus finanziellen Gründen mit Ablauf der Saison 2020 nicht mehr von der Gemeinde betrieben wird. Ein neu gegründeter Förderverein will nun eine Betreibergesellschaft gründen und legte der Verwaltung bereits ein Betreiberkonzept vor. Dies sieht vor, die Halle für 100 000 Euro zu pachten und als Eislaufhalle zu betreiben.
Ein Angebot von Aldi Süd sieht vor, die Halle für rund zweieinhalb Jahre für 12 000 Euro pro Monat zu pachten. Diese soll dann während der umbaubedingten Marktschließung als Ersatzmarkt dienen.
Voraussichtlich in der März-Sitzung wird der Gemeinderat eine endgültige Entscheidung treffen.

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