Gemeindenachricht

Fluchtgedanke
Arbeit ist eine zentrale Voraussetzung, um sich als Geflüchteter zu integrieren


Tatkräftig zur Seite stehen den Flüchtlingen hierbei sogenannte Job-Coaches; in Waldbronn haben im vergangenen Jahr zwei Personen diesen Kurs absolviert.

Die kostenlosen Qualifizierungskurse dazu bietet das Landratsamt an. Im Folgenden berichtet ein Waldbronner Job-Coach und Bettina Lichter vom Amt für Integration (Landratsamt) über ihre Erfahrungen.

Im vergangenen Jahr wurden im Landkreis 19 Job-Coaches qualifiziert; insgesamt sind bereits 40 Coaches tätig. Schwierig ist es (und ab 2020 noch schwieriger), wenn die Identität der Geflüchteten nicht geklärt ist, berichtet Bettina Lichter von den Anforderungen bei den Gesprächen.

Da sei ein Job- Coach ganz wichtig, um für die Betroffenen Zusammenhänge transparent zu machen und vor allem MUT zu machen, den Schritt zu wagen, aber auch ganz praktisch zu helfen. Wichtig in diesem Zusammenhang sei auch die Zusammenarbeit mit dem Hauptamt (meistens die Integrationsmanager).

Die Arbeitsgeber, so Bettina Lichter weiter, reagieren positiv, weil sie einen Ansprechpartner haben, mit dem sie die Verwaltungsabläufe besprechen können und der auch bei den Behördengängen hilft.

Weiteren Bedarf gebe es vor allem bei der Ausbildung. Viele sind in der Berufsschule sprachlich und fachlich überfordert. Hier heißt es rechtzeitig gegenzusteuern, mit dem Arbeitnehmer zu reden und die richtigen Maßnahmen einzuleiten.

In Waldbronn sind zwei Job-Coaches tätig

Ein Job-Coach erzählt ebenfalls von seinen Erfahrungen: 20 Geflüchtete haben ab Frühsommer 2019 bis zum Ende des Jahres Hilfe bei der Arbeitssuche in Anspruch genommen. Die Aufgaben, mit denen sich die Job-Coaches beschäftigen sind vielfältig: unter anderem Lebenslauf erstellen, Zeugnissen und Bestätigungen zusammensuchen, Bewerbungen schreiben, geeignete Stellen suchen, Anschreiben an die Firmen aufsetzen und die zusammengestellten Bewerbungsunterlagen abschicken, Vorstellungstermine vereinbaren und die Geflüchteten zum Gespräch begleiten.

Die Gespräche gestalten sich oft sehr schwierig, so der Job-Coach weiter. Die Bewerber seien zum einen sehr schüchtern, wissen zum anderen die Fragen oft nicht einzuordnen. Manche hätten Angst, etwas Falsches zu sagen. Die größte Hürde sei die Deutsche Sprache. Oft aber auch eine Überschätzung des eigenen Könnens. Manch einer gibt an, Handwerker zu sein, kann aber nur ein paar elementare Fragen beantworten. Insgesamt konnten bis Ende des Jahres acht Personen vermittelt werden. Einige hätten die Jobs auf eigene Faust gefunden und sich nur bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen helfen lassen.
 
INFO: Das nächste kostenlose Job-Coach-Seminar findet Anfang März statt.
Weitere Infos unter amt.33integration@landratsamt-karlsruhe.de
 
PS: Übrigens finden Sie auch weitere Informationen zum Thema Integration auf der Website der Gemeinde Waldbronn: www.waldbronn.de/de/Rathaus/Integration-und-F
 
 


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