Gemeindenachricht

Pointenfeuerwerk aus dem „schönsten Dorf der Welt“


Die vier Schönsten aus dem "Schönsten Dorf der Welt". Bilder: Martin Kraft

Pointenfeuerwerk aus dem „schönsten Dorf der Welt“
23. Prunksitzung Etzenroter Vereine ausverkauft 
 

Schön wie Perlen an einer Schnur tanzte die Garde aus Schielberg, die „Faschingsperlen“, den Eröffnungsmarsch – im „schönsten Dorf der Welt“. Die 20th-Century-Fox-Fanfare hatte den Beginn der 23. Prunksitzung der Etzenroter Vereine im Gesellschaftshaus am Rosenmontagabend angekündigt und Präsident Julian Linder, „der kleinste Elferrat“, betonte die Verbundenheit mit den befreundeten Vereinen, die es sich nicht nehmen ließen, den närrischen Heidebickel ihre Aufwartung zu machen. Dann hieß es Bühne frei für das Tanzmariechen Mara Glasstetter aus Schielberg, die ein sportliches Soloprogramm, trainiert von Lisa Girbbach, auf die Bretter steppte und sprang.

Der Metzger alias Julian Linder alias der Sitzungspräsident von Etzenrot.

Detlef Müller als Sanitäter – „liebe Patienten, liebe Simulanten!“ – kam zur wortgewandten Erstversorgung in die Bütt und berichtete aus „einem Unikum“ namens Klinikum. „Ein Chirurg wurde gerade entlassen – er hatte sich zu viel herausgenommen“. Zwischen „Methadonkosaken“ und Zölibat – „wie Rheuma, eine Art von Gliederschmerz“ – verschrieb er „Zäpfchen zum Einführungspreis“. Eine Medaille, überreicht von Ordensmädchen Sarah Kalle im feschen Matrosenkostüm, war ihm gewiss. Zur Nachversorgung kamen „die Etzen-Retter“ vom DRK und tanzten in Ganzkörperkissenbezügen, trainiert von Jana Dalmus, bis zum Herzbeben.
„’S isch widder nix g'richt!“ maßregelte Sabrina Linder-Ziegler im Kittelschurz, als Elfriede des „Harmonischen Ehepaares“, „ihren Herbert“ Lukas Schroff. Sie: „Der Unterschied zwischen Joghurt und Männer? – Der Joghurt hat Kultur!“ Darauf er: „Frauen sind multitaskingfähig – die könne auf zwei Parkplätz' gleichzeitig einparke.“ Die Residenzgarde der KG Fidelio aus Karlsruhe feierte 55-jähriges Bestehen und ließ im zitternden Fransenkleid und mit Schiebermütze die Goldenen Zwanziger auferstehen.

Die Tanzgarde aus Schielberg.       Das Männerballett aus Durlach.

Die Katholische Frauengemeinschaft mit Elke Anderer, Ute Schulz, Rosi Linder, Annette Ochs und an der Gitarre Karl Scheibel, sangen davon, „dass ich kennt, wenne wellt“. Aber nur „wenn's des wär, was i wellt“ und kommen zum Schluss: „Aber i will net!“ Die „2 Bellas im Urlaub“, Corinna Müller und Christiane Schempp-Scherer nahmen hauptsächlich die Männer aufs Korn, aber auch Frauen: „Des Sportlichste an der isch ihr Eisprung.“ Martin Schwabs „Labbeduddel“ aus Reichenbach berichtete – bewährt langsam – vom „Gerät zur Kontaktaufnahme mit Toten“ (einer Schaufel). Lukas Münch gab mit Wolfgang-Petry-Perücke dessen Hits stimmungspeitschend zum Besten. Als Metzger Sepp wetzte Präsident Linder die Messer. Ein Kunde: „Ich hätt gern 6 Eier und en Kuhschwanz.“ Sepp: „Ich au.“ Die Kfd Frauengemeinschaft im Dirndl und Konrad Scherer tanzten zünftig alpenländisch. „Die 4 Schönsten“ Sigfried Scherer, Christiane Schempp-Scherer, Corinna Müller, Sabrina Linder-Ziegler begleitet von Karl Scheibel an der Gitarre spießten Lokales auf. Auch „Apolonia Donnerkrach“ alias Gabi Horatschek machte Halt in der Bütt.

Zum großen Finale, die Zuschauer gaben „standing ovations“, tanzte das Männerballett der GroKaGe Durlach, trainiert von Gabi Westenfelder, in ziviler Pilotenuniform und im Starfighter-Overall, zum weiteren Flug durch die Nacht.

(Text mit freundlicher Genehmigung der BNN)

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