Gemeindenachricht

Alltag im Ausnahmezustand – Gedanken zur Corona-Krise


Alltag im Ausnahmezustand – Gedanken zur Corona-Krise

Die Corona-Krise hat uns fest im Griff. Das Leben folgt im Moment neuen Regeln. Was passiert mit uns in der gegenwärtigen Situation, was bringt die Zukunft? Wie verändert sich unser Zusammenleben? Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rathauses beschreiben ihre Gedanken, Ängste und Beobachtungen, aber auch ihre Hoffnungen und Wünsche für die Zukunft.

Was passiert mit uns und der Welt, fragt sich eine Kollegin und beantwortet sogleich selbst ihre Frage: „Die Erde wehrt sich“. Vielleicht, so ihre Hoffnung, lernen wir daraus, in Zukunft verantwortungsvoller mit unserer Welt und unseren Mitmenschen umzugehen.   

Positiv wie negativ: Das Einkaufsverhalten der Bevölkerung verändert sich. Einerseits, ein völlig neues Einkaufen: Menschen, die in disziplinierten Schlangen auf einen Einkaufwagen warten. Andererseits erschrecken die Hamsterkäufe, resümiert eine Kollegin. Auffallend, so eine Mitarbeiterin, dass viele Menschen weniger Angst haben sich selbst anzustecken, als vielmehr andere Personenkreise, wie Risikogruppen oder Familienangehörige. Erschreckend sei auch, so ihre Beobachtung, dass viele Menschen immer noch die Gefahr des Virus ignorieren und sich beispielsweise umarmen oder auch die Abstandsregeln nicht einhalten.

Großartig sind die vielen Solidaritätsangebote, freuen sich einige Kolleginnen und Kollegen, etwa vom Jugendgemeinderat (Nachbarschaftshilfe) oder auch das Nähen und Verteilen von Behelfsmundschutzen.

Viele Mitarbeiter machen sich auch Gedanken über das „danach“ und hoffen, dass die Menschen dann das wertschätzen, was ihnen derzeit an Freiheiten genommen wurde und als selbstverständlich erschienen ist: Familie, Freunde treffen, Natur und Spaß im Freien. Vielleicht entwickelt sich hieraus eine „neue Ethik“ der Wertschätzung. Apropos Wertschätzung: Viele Kollegen wünschen sich, dass die Menschen, die zurzeit über alle Maße Dienst für und an der Gesellschaft leisten, auch nach der Krise mehr wertgeschätzt werden, insbesondere auch finanziell. Und das nicht nur ein „Dankschön“ für den Moment bleibt.

Genießen können und mehr Gelassenheit sind weitere Stichwörter. Dass dies den Waldbronner sehr gut gelingt, findet eine weitere Kollegin. Weniger Hektik, weniger Autos, dafür mehr Seelenruhe und Entspannung sowie Gelassenheit im gegenseitigen Umgang.  

Viele Mitarbeiter machen sich Gedanken über die örtlichen Einzelhändler und Gastronomiebetriebe. Wie übersteht unsere heimische Wirtschaft diese Krise? Viele Unternehmen bieten ihre Dienste - soweit möglich - online an. Daher unsere Bitte: Unterstützen Sie die örtlichen Anbieter. Informieren Sie sich, was bei uns in Waldbronn alles online an Bring-, Abhol- und Lieferservice angeboten wird (vgl. auch die Unternehmerseite, Seite 6). 
Machen Sie die großen online-Händler nicht noch reicher, sondern bestellen Sie hier vor Ort!

Gerne dürfen Sie uns Ihre Gedanken, Wünsche und Hoffnungen unter k.schmidt-kossmann@waldbronn.de mitteilen.
 
 

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