Gemeindenachricht

Monatsbericht der Feuerwehr Waldbronn
Januar 2021


Das Jahr 2020 verabschiedete sich für die Freiwillige Feuerwehr Waldbronn mit der Hoffnung auf eine Verbesserung der allgemeinen Situation rund um die Pandemie COVID 19.

Im Rahmen des zweiten Lockdown waren der Ausbildungsbetrieb für die Aktiven und Jugendabteilung sowie die Zusammentreffen der Alters- und Reservemannschaft eingestellt worden. Dies erschwerte das geordnete Miteinander, genau wie bei anderen Organisationen und Vereinen, sehr.

Lediglich die Zusammenkünfte in digitaler Form für die Verwaltungen, Führung und Krisenstab CORONA waren machbar.

Der Einsatzdienst wurde jederzeit, zum Schutze unserer Mitbürger, unter den klaren Vorgaben der CORONA Verordnung und der Feuerwehrführung aufrechterhalten.

Ob erweiterte Schutzausrüstung, Reduzierung der Fahrzeugbesatzung bis hin zur Änderung der Alarm- und Ausrückeordnung wurden tiefgreifende Maßnahmen ergriffen um die Einsatzbereitschaft zu sichern.

Der Januar 2021 war mit 18 Alarmierungen ein einsatzreicher Monat.
Bereits in der Silvesternacht um 0.38 Uhr wurde zu einem Feuerschein im Bereich „Heubusch“ alarmiert. Dieser stellte sich als beaufsichtigtes Feuer heraus und die Einsatzkräfte konnten unverrichtete Dinge wieder das Gerätehause anfahren.

Zu einem Alarm der Brandmeldeanlage wurde die Gesamtwehr gegen 06.19 Uhr zur Kurklinik alarmiert. Hier kam es bei einem technischen Gerät zu einer Rauch- bzw. Wärmeentwicklung. Das Gerät wurde unter Atemschutz ins Freie verbracht und der Bereich belüftet. Weitere Kräfte sowie die Drehleiter aus Karlsbad Langensteinbach standen in Bereitschaft.

Damit sollte am Silvester aber noch nicht Ruhe herrschen, bereits um 18.19 Uhr wurde der Löschzug in den Lärchenweg gerufen. Hier hatten die Hauseigentümer die Feuerwehr alarmiert da es im offenen Kamin zu einem Brand bzw. Rauchentwicklung im Zimmer kam. Die anrückenden Kräfte konnten einen Kaminbrand feststellen welcher zusammen mit dem herbeigerufenen Kaminkehrermeister unter Zuhilfenahme der Drehleiter aus Langensteinbach abgearbeitet wurde. Nach ca. zwei Stunden war auch dieser Einsatz beendet.

Zu einer Brandnachschau wurde der Einsatzführungsdienst am  5. in die Daimlerstraße gerufen, dort hatte ein elektrisch betriebener Wasserkocher auf der Herdplatte Feuer gefangen. Die Bewohner konnten das Kleinfeuer löschen, benötigten aber eine abschließende Bewertung der Brand- und Rauchsituation in der Wohnung.

Bereits in den Morgenstunden wurde am 8. der Löschzug in einen Industriebetrieb ins Gewerbegebiet Ermlisgrund gerufen. Dort hatte auf Grund starker Staubentwicklung die BMA ausgelöst.

Zur überörtlichen Nachbarschaftshilfe wurde am 11. die Einsatzmannschaft in die Weberei Ettlingen alarmiert. Auf Grund des zeitlichen Vorsprunges erkundete dort der Gruppenführer mit dem Angriffstrupp die Einsatzstelle und auch hier war Staubentwicklung die Auslöseursache. Abschließend wurde die Einsatzstelle der Feuerwehr Ettlingen übergeben.

Am Abend desselben Tages musste für den Rettungsdienst im Waldring Zugang zu einer Wohnung geschaffen werden. Die Person musste Rettungsdienstlich weiterbehandelt werden.

Die Brandmeldeanlage der Gemeinschaftsunterkunft war Ursache für einen Einsatz am 13. sowie 15. des Monats. Jeweils angebrannte Speisen war die Ursache für das Vorgehen der Feuerwehr.

Am Vormittag des 15. hatte sich im Bereich des Motorraumes eines Vans ein Brand entwickelt. Der Fahrer stoppte geistesgegenwärtig sein Fahrzeug in der Leopoldstraße und alarmierte die ILS Karlsruhe. Löschversuche von Anwohnern waren zunächst nicht erfolgreich bei Eintreffen des ersten Löschfahrzeuges stand der Motorraum in Flammen und es war eine starke Rauchentwicklung sichtbar. Mit einem Stahlrohr unter Atemschutz wurde das Fahrzeug abgelöscht und mit der Wärmebildkamera der Bereich ständig kontrolliert. Wegen der Wetterlage und der Rutschgefahr wurde der Bauhof der Gemeinde an die Einsatzstelle angefordert.

Am 17. War erneut das Alarmstichwort „Türöffnen- Person in Not“ der Auslöser eines Feuerwehreinsatzes in der Bahnhofstraße. Die Alarmfahrt der ausrückenden Kräfte konnte abgebrochen werden, da sich der Rettungsdienst selbst Zugang zur hilfsbedürftigen Person verschaffen konnte.

Der Einsatzführungsdienst wurde am 22. in den Kiefernweg sowie Kniebisweg entsendet um dort die Meldung von „Öl auf Verkehrsfläche“ zu überprüfen. An einer Einsatzstelle wurde die Fahrbahn gereinigt.

Am Samstag 23. musste ein Fahrzeug des Rettungsdienstes, welches sich bei einer Personenrettung festgefahren hatte, aus der misslichen Lage befreit werden. Der Abtransport des Patienten konnte ohne Probleme erfolgen.

Zu einem Hochhaus in der Acherstraße und dortiger Unterstützung des Rettungsdienstes wurde der Löschzug am 25. alarmiert. Gewaltfreier Zugang zur Wohnung der verunglückten Person und Tragehilfe für die Kräfte des DRK waren die Aufgaben der eingesetzten Kräfte.

Bei schneeglatten Straßenverhältnissen des 27. wurde mit der Drehleiter aus Langensteinbach, zusammen mit dem Rettungsdienst, eine Person aus dem 1. OG gerettet.

„Nachschau Brand“ war der Text auf den Alarmgebern am 27. gegen 17.45 Uhr in einem Gebäude des Schlehenwegs kam es zu einem Kaminbrand welcher mit einem CO- Löscher abgelöscht wurde und abschließend das Kamin gereinigt und geräumt wurde. Der Weiterbetrieb wurde bis zu einer Klärung mit dem Kaminkehrer untersagt.

„ Gasleitung von Bagger vor Wohngebäude im Kniebisweg abgerissen“ waren die Worte des Disponenten der ILS bei der Abfrage zur Alarmierung am 30. um 12.36 Uhr. Tatsächlich war der Hausanschluss bei Umbauarbeiten vor dem Gebäude komplett abgerissen worden. Geistesgegenwärtig wurde die Leitung mit eine Klemme abgepresst. Dadurch konnte frühzeitig ein weiteres ungehindertes Ausströmen des Stadtgases verhindert werden.
Starker Gasgeruch und hohe Konzentrationen im Gebäude und Vorplatz zwangen die Feuerwehr zu weitreichenden Maßnahmen. Die Einsatzstelle wurde geräumt, benachbarte Gebäude evakuiert. Messungen unter Atemschutz vorgenommen und der Brandschutz sichergestellt. Hierfür wurde zusätzlich der Abrollbehälter Sonderlöschmittel der Feuerwehr Ettlingen in den Bereitstellungsraum angefordert. Nach Eintreffen des Gasversorgers wurden weitere Messungen durchgeführt und das Gebäude belüftet. Die Sperrung wurde aufgehoben und die Schadenstelle für weitere Maßnahmen an die Erdgas Südwest übergeben.

Mit 18 Einsätzen war der Januar ein überdurchschnittlicher Monat für die Freiwillige Feuerwehr Waldbronn.

Der Freitag war mit 1/3 der Einsätze der einsatzreichste Wochentag. Mit Ausnahme der Silvesternacht waren alle Einsätze zu „normalen“ Tageszeiten.



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