Gemeindenachricht

Pfarrer Andreas Waidler wird am Sonntag, 25.07.2021 offiziell eingeführt


Wie ist er denn so, der Neue? Diese unausgesprochene Frage stellte sich in den vergangenen zwei Jahren bestimmt nicht nur der ein oder andere Gottesdienstbesucher. Auch bei dem ein oder anderen Fest (natürlich vor Corona) tauchte Pfarrer Andreas Waidler schon auf, beispielsweise an Fasching als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Waldbronn. Seit über zwei Jahren ist er nun als Pfarrer in der Evangelischen Kirche Waldbronn tätig.

Wer ist der Neue, der am kommenden Sonntag, 25.07.2021, um 10 Uhr offiziell in sein Amt als Gemeindepfarrer eingeführt wird. Ein Versuch, den Pfarrer, aber auch den Menschen Andreas Waidler ein wenig besser kennen zu lernen.

Pfarrer Andreas Waidler wird am kommenden Sonntag, 25. Juli offiziell in sein Amt eingeführt. Unser Bild zeigt ihn an seinem Lieblingsplatz im Innenhof des Gemeindezentrums.

Geboren 1987 in der kleinen Fachwerkstadt Eppingen, studierte er Theologie in Heidelberg und Mannheim und nach Aufenthalten in Afrika und Schottland, machte der 34-Jährige sein Vikariat in der Stadtkirche in Pforzheim. Dann für zunächst zwei Jahre „abgesandt“ als Gemeindepfarrer ohne Geschäftsführung nach Waldbronn, seit 01.03.2021 Gemeindepfarrer mit Geschäftsführung.

So mancher Gottesdienstbesucher mag im März 2019 vielleicht ein wenig gestutzt haben, huch, der ist aber jung, mit Bart und Ohrring und spitze Schuhe hatte er bei seinem ersten Gottesdienst auch noch an. Zwei Jahre später stellten sowohl die Kirchengemeinde, als auch Pfarrer Waidler fest: Es scheint zu passen. Er entschließt sich, zu bleiben. Warum?

Zum einen fühle er sich in Waldbronn „pudelwohl“, zum anderen habe er Projekte angefangen, die er auch weiter begleiten möchte, beispielsweise die Orgelerweiterung und die Sanierungsphase des Gemeindehauses. Dann liegen ihm natürlich die Gemeindemitglieder, die Menschen, am Herzen. Gemeinsam mit ihnen will er Ideen und Wünsche umsetzen. Das Wort „verbessern“ mag er nicht. Denn: Kirche von oben liegt ihm nicht. „Ich will nicht als Pfarrer vorgeben, was wir zu tun haben. Wir sind zusammen unterwegs. Wir sind Kirche im Ort und vor Ort“, fasst Andreas Waidler seine Visionen von einer lebendigen Kirche zusammen. Denn er möchte, dass Ideen gemeinsam umgesetzt werden. Kirche muss auch ohne Pfarrer sein können, so Waidler. Dennoch hat er auch eigene Wünsche für seine Kirche. „Ich wünsche mir einen Ort, wo viele Menschen sich wohlfühlen.“  Daher kann er sich auch Kooperationen mit Vereinen, der Kommune oder auch Gastronomen vorstellen. „Warum nicht mal eine literarische oder musikalische Whiskeyverköstigung in der Kirche“, fragt Waidler, der übrigens in seiner Freizeit bereits in einer heimischen Brauerei gesehen wurde und den Kaffee einer hiesigen Rösterei liebt. „Mein Wunsch ist, dass unsere Kirche an den Ort heranwächst.“ Aber ganz wichtig: Wünsche nur gemeinsam mit den Gemeindemitgliedern entwickeln und umsetzen: „Wir müssen die Menschen mitnehmen. Und ich verstehe mich als eine Art Lebensbegleiter für Menschen jeden Alters, egal ob jung oder alt, egal in welcher Situation.“

Und wie ist der Neue so privat? Seit 2020 ist er verheiratet, lebt mit seiner Frau in Reichenbach, ist alsbald die Freiwillige Feuerwehr Reichenbach eingetreten. ein wichtiges Hobby neben der Feuerwehr ist die Musik. „Musik ist mein liebster Ausgleich“, so der singende und Gitarre spielende Pfarrer. Ein weiteres Hobby ist Lesen, am liebsten historische Romane oder Fantasy. „Ich bin ein Herr der Ringe Kind.“ Einen Lieblingsplatz in Waldbronn hat er nicht, seine Lieblingsplätze hängen von den Menschen ab. Das kann der Kurpark, aber auch die Lieblingsbrauerei sein. Eigentlich gefällt ihm alles an Waldbronn. Denn: Alles da sozusagen.

Tja, und wie ist er nun, der Neue? Offen, reflektiert und flexibel im sehr kurzweiligen Gespräch. Eben sehr sympathisch, einschließlich Bart, Ohrringe und spitzen Schuhe.


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