Gemeindenachricht

Aus dem Ausschuss für Umwelt und Technik


Hinweis: Aufgrund der bestehenden Karenzzeit für die Fraktionen und aufgrund des Gleichbehandlungsgrundsatzes werden in den Berichten bis zur Wahlen am 9.Juni keine Kommentare oder Anmerkungen der Fraktionen oder Gemeinderäte erwähnt. 

Neues Mobilitätskonzept: „Leuchtturmprojekte“ wurden priorisiert
Im jüngsten Ausschuss für Umwelt und Technik ging es in erster Linie um das neue Mobilitätskonzept. Ganz im Sinne „Waldbronn bewegt Alle“ hat Franz Gericke von Fachbüro Modus Consult, sogenannte zehn "Leuchtturmprojekte" vorgestellt, die durch die AUT-Mitglieder beraten und priorisiert wurden.
Bei den "Leuchttürmen" handelt es sich um Maßnahmenbündel, die effektiv Veränderungen herbeiführen sollen und deren Erfolg gemessen werden kann, erläutern Hauptamtsleiter Reinhold Bayer und Frank Gericke das weitere Vorgehen.  Zu den am höchsten priorisierten Maßnahmen gehören die Einrichtung von Fahrradstraßen sowie der Ausbau des Verbindungswegs Talstraße-Bahnhofstraße und insbesondere die Ordnung des ruhenden Verkehrs. Doch auch der Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge unter dem Vorbehalt, dass die Investitionskosten gering bleiben, wurde hoch priorisiert. Die Verwaltung stellte dar, wie die lange Maßnahmenliste abgearbeitet werden soll. Wichtig seien dabei schnelle Erfolge. Kleinere Maßnahmen werden bereits angegangen und zeitnah umgesetzt, erste Areale werden geplant und durch eine Bürgerbeteiligung begleitet. Das Fördermanagement sowie die Öffentlichkeitsabteilung begleiten die Maßnahmen eng, um Fördermittel abzugreifen und transparent über den Umsetzungsstand und den Sinn der Maßnahmen zu berichten. „Der Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern ist uns wichtig, sowohl für die Akzeptanz als auch für die bestmögliche Lösung“, betont Bayer.

Für das Haushaltsjahr 2025 empfahl der AUT verschiedene Maßnahmen aus den "Leuchttürmen" aufzunehmen – stets vorbehaltlich der weiteren Haushaltsentwicklung. Dazu gehören der Ausbau Talstraße-Bahnhofstraße sowie eine Querungshilfe in der Bergstraße, um den fußläufigen Zugang zum Rathausmarkt zu erleichtern.

Am Ende diskutierte der AUT noch über die Anregungen aus der Bürgerbeteiligung bei der Einwohnerversammlung am 12.03.2024. Es wurden viele Hinweise gegeben, gute Anregungen eingebracht und teilweise zustimmende oder ablehnende Kommentare zu Maßnahmen und Konzept an die Pläne im Kurhaus gehängt. Diese werden noch detaillierter geprüft und finden, sofern konzeptionell sinnvoll, Einzug in das Elektromobilitätskonzept. Die Verwaltung möchte Punkte, die nicht berücksichtigt werden können, in den dazugehörigen Verkehrsspaziergängen ansprechen und erläutern. Im Herbst wird der neu gewählte Gemeinderat, parallel zur Haushaltsplanberatung für 2025, das Konzept mit den letzten, kleineren Änderungen beschließen. Die Verwaltung hat vom Ausschuss aber bereits grünes Licht erhalten, um die wenig kostenintensiven Maßnahmen, wie die Ordnung von Parkflächen auf der Straße sowie Beschilderungen, bereits jetzt umzusetzen.

Gespräche mit der KVV über die Erweiterung der Buslinie
Am Ende beriet der AUT noch den Antrag der SPD-Fraktion. Diese beantragte erneut zu prüfen, ob die Buslinie 117 von Grünwettersbach über Palmbach nach Busenbach wiedereingeführt werden kann. Mit der Bebauung im Rück II sowie dem Nahversorgungszentrum könnte der Bedarf steigen. Der AUT empfahl Gespräche hierzu mit dem Karlsruher Verkehrsverbund und der Stadt Karlsruhe aufzunehmen.