Besuch in Stadtilm 2018

750 Jahre Stadtilm

Besuch vom 16.08. - 20.08.2018


Was für ein Fest! Eine ganze kleine Stadt feiert und wir mitten drin! Wir - das war der Freundeskreis Stadtilm-Waldbronn, das waren 12 Biker unter der Führung unseres Bürgermeisters, das waren Radfahrer und das war eine kleine Abordnung unserer Feuerwehren mit Dieter Rädle an der Spitze.

Unglaublich, was die Stadtilmer auf die Beine gestellt haben! Rund um das historische Rathaus und den Zinsboden waren Handwerker, Händler, Gaukler, Musikanten, Schauspieler, Ritter und viel Volk, Bauern und Adlige unterwegs und boten feil, kauften und verkauften, was im Angebot war. Und das war reichlich.

Auf dem großen Marktplatz fanden sich Karussels und Buden mit ihren vielfältigen Angeboten. Hungern und dursten mußte hier weiß Gott niemand.  Musik, teilweise von einheimischen Musikern dargeboten, das Polizeiorchester Thüringen und vieles mehr, spielte bis in die späten Abendstunden. Das alles bei bestem Wetter.

Vor dem Fassanstich am Samstagmorgen gab es noch eine kleine Festlichkeit anläßlich des zehnjährigen Bestehens der Partnerschaft zwischen unseren beiden Gemeinden/Städten.
Als Gastgeschenk haben wir eine Bank mitgebracht, die die beiden Vorsitzenden der Partnerschaftskomitees Gudrun Baer und Marianne Müller gemeinsam mit den beiden Bürgermeistern Lars Petermann und Franz Masino einweihen durften.

Überreichung Sitzbank

Am Sonntag fand dann der von langer Hand sehr gut vorbereitete Festumzug statt, zu dem auch die seit kurzem eingemeindeten Nachbardörfer ihren Beitrag leisteten. 1300 Personen machten sich bei großer Hitze bestgelaunt auf den weiten Weg durch die Stadt. 40 Gruppen zeigten 750 Jahre Stadtgeschichte. Kriege, Brände, Notzeiten, Pest und Auswanderung, Nonnen, Handwerker, Fürsten, Umsiedler und berühmte Persönlichkeiten, aber auch Grenzöffnung, Betriebe, Landwirtschaft, Schulen, Kindergärten, alles war dabei.

Auch wir präsentierten gemeinsam mit unseren Stadtilmer Freunden die Partnerschaft. Die Bilder und Kostüme der einzelnen Gruppen war überwältigend. Da ist wohl mancher Keller, Boden und Kleiderschrank leer geräumt worden und so manches historische Museum war gefragt. Zwischendrin Tänzerinnen und Musikgruppen, die für Stimmung sorgten. Wer nicht im Zug dabei war, stand an den Straßenrändern und empfing die Gruppen mit lautem Jubel.

Unser "Beiprogramm" begann am Donnerstag. Auf dem Weg nach Stadtilm sind wir dieses Mal über den Rennsteig gefahren und haben auf der Schmücke in der Nähe des höchsten Berges Thüringens, eine erste Pause eingelegt, ehe wir um 16 Uhr auf dem Stadtilmer Marktplatz von unseren Freunden herzlich empfangen wurden. Den Abend haben wir alle gemeinsam auf dem Mühlenhof in Kleinhettstedt verbracht. Am Freitag fuhren wir durch das liebliche Schwarzatal nach Schwarzburg und besichtigten dort das erst am 12. Mai wiedereröffnete, völlig restaurierte alte Zeughaus, das die größte Waffensammlung Deutschlands beherbergt.

Es war beeindruckend, was man uns zeigen konnte und auch, was aus einem baufälligen Gebäude mit viel Geschmack entstanden ist. Nach einer Pause im Weinhaus Eberitzsch, auch schon zu DDR-Zeiten eine gute Adresse, fuhren wir dann über Paulinzella (Klosterruine) zurück in unser Quartier nach Döllstedt. Dort erwartete uns ein bezaubernder Grillabend in der heimischen Scheune auf dem Landhof Kellner.  

Samstag und Sonntag standen ganz im Zeichen der Stadtilmer Feierlichkeiten, d.h. zwischendrin fuhr eine interessierte Gruppe noch nach Erfurt, um die Schätze in der Alten Synagoge zu betrachten.

Nach einem herzlichen Abschied von unseren Freunden und der Versicherung, dass sie im September 2019 nach Waldbronn kommen werden, fuhren wir über Bad Langensalza, eine sehr alte, hübsche Fachwerk- und Kurstadt nahe dem Naturdenkmal Hainichen, wieder nach Waldbronn.

Unser besonderer Dank gilt an dieser Stelle unserem bewährten Fahrer Willibald Masino.


       






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