Gemeindenachricht

Lieder- und Theaterabernd mit Ehrungen
Gesangverein "Concordia" Reichenbach beschloss Jahresprogramm


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Ehrungen beim Gesangverein "Concordia" Reichenbach: (von links) Kurt Becker, Helmut Völkle, Klaus Weber, Klaus Benz.

"Auf insgesamt 285 Sängerjahre bringen es die Geehrten", stellte Concordia-Vorsitzender Harry Reiser bei der Begrüßung fest. Besonders hieß er dabei Waldbronns Bürgermeister Franz Masino und Waldbronns Ehrenbürger Helmut Völkle und Inge Beutelsbacher von der Chorgruppe Albtal willkommen, die die Ehrungen im Namen des Deutschen Chorverbands vornahm.
Mit den jeweiligen Urkunden und Ehrennadeln des Deutschen Chorverbands wurden für 60 Jahre ausgezeichnet: Kurt Becker, Helmut Völkle, Klaus Weber. Für 50 Jahre wurde Klaus Benz geehrt. Für 25 Jahre erhielt Wolfgang Becker Urkunde und Ehrennadel des Chorverbands Karlsruhe.
Umrahmt wurden die Ehrungen durch die Concordia-Kids, die Chorgruppe "The Voices", Männer-, Frauen- und gemischten Chor mit Liedbeiträgen. Die Chöre stehen alle unter der Leitung von Joachim Langnickel.
Danach gehörte die Bühne der Theatergruppe des Gesangvereins "Concordia" Reichenbach, die sich in diesem Jahr den Schwank in zwei Akten "Kommen wir jetzt ins Fernsehen?" von Christiane Cavazzini ausgesucht hatte. Der Inhalt ist schnell erzählt, das Stück lebt vor allem von seinem Wortwitz und der Situationskomik.

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Szene aus "Kommen wir jetzt ins Fernsehen" der Theatergruppe des Gesangvereins "Concordia" Reichenbach mit (von links) Lena Arzner, Thomas Ries, Julia Dürr, Katrin Reiser, Manuel Kunz, Birgit Rupp, Christina Kies, Kristina Bodnar und Rainer Behringer.

Wolfgang Hammer erhält einen Brief. Das Fernsehen will über seine Familie nebst Oma eine Homestory drehen und jeder will sich von seiner besten Seite zeigen: Der Sohn ist ein Malergenie, wird aber vom Vater für einen Kleckser gehalten. Die Tochter, der Stolz des Vaters, wird Ärztin, glaubt er zumindest, will aber Schauspielerin werden. Die Oma Julante ist im Seniorenstift und nicht vorzeigbar, da sie notorische Kleptomanin ist. Eine "andere Oma" muss her. Frau Sommer, die Nachbarin kommt da gerade recht.

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Ein Brief vom Fernsehen ist gekommen: (von links) Thomas Ries, Katrin Reiser, Manuel Kunz, Julia Dürr.

Zunächst scheint der Plan aufzugehen. Die Dreharbeiten sind in vollen Gange, als auf einmal Julante erscheint. Das Chaos nimmt seinen Lauf und endet sehr überraschend.
So lässt sich in Kurzform das vergnügliche Geschehen zusammenfassen, das Christiane Cavazzini in einen Zweiakter gefasst hat, und das jetzt von der Theatergruppe des Gesangvereins "Concordia" Reichenbach zum Vergnügen er zahlreichen Zuschauer auf die Bühne des Kurhauses gestellt wurde. Wie das Fernsehen mit einer Homestory eine Familie durcheinanderwirbeln kann, wird hier am Beispiel der Familie Hammer eindrucksvoll komisch demonstriert.
Mutter und Vater Hammer, sehr gut getroffen von Katrin Reiser und Manuel Kunz, leben so mit ihren alltäglichen Problemen, die durch einen Brief vom Fernsehen nicht kleiner werden. Vaters Stern ist Tochter Lena, brav und doch verführerisch: Julia Dürr, die Ärztin werden soll. Gar nichts hält er dagegen von Mutters Liebling Tobias, dessen Bilder er nur als Kleckserei bezeichnet. Thomas Ries hat sich als Neuling gut in das Ensemble eingefügt. Dumm ist nur, dass Oma Julante ja ins Seniorenheim abgeschoben wurde. Also muss eine andere Oma her. Die finden die Hammers in Nachbarin Elfriede Sommer, beides sind zum Vergnügen der Zuschauer Paraderollen für Christina Kies (Julante) und Birgit Rupp (Elfriede), die die Möglichkeiten ihrer Partien voll auskosten.

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Zwei Omas ist offenbar eine zu viel: (von links) Thomas Ries, Julia Dürr, Katrin Reiser, Manuel Kunz, Birgit Rupp, Christina Kies.

Schließlich steht das Fernsehteam vor der Tür. Moderatorin Fee von Witzewitz, entsprechend taff gespielt von Kristina Bodnar, mit Tontechniker Lauscher, typgenau getroffen von Rainer Behringer, und Kameramann Sören, wegen des Ausfalls eines Mitspielers hatte Lena Arzner diese Rolle kurzfristig übernommen und souverän gemeistert, eigentlich war sie als Souffleuse vorgesehen.
Als aber Elfriede Sommer tränenreich feststellt, dass die Moderatorin ihre verlorene Tochter ist, löst sich endlich –fast- alles in Wohlgefallen auf und in den Spruch: "Das ist ja schlimmer als bei Rosamunde Pilcher!"
Im Schlussbild aber versammelt sich die Familie gespannt vor dem Fernseher, um sich die Homestory anzusehen. Allerdings fällt die Sendung aus, da die Kassette "aus unerfindlichen Gründen" verschwunden ist. Oma Julante hat nochmals zugeschlagen.

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