Gemeindenachricht

Jugendtreff tauchte ins Mittelalter ein


Jedes Jahr bieten Jugendtreff-Leiter Detlef Schäfer und sein Team ein attraktives Programm an, das mit den Kids an fünf Tagen zu je vier Stunden gestaltet wird. In den zurückliegenden Jahren hinterließen Wikinger ihr Schiff im Freigelände, Entdecker und Erfinder machten in der Ermlisallee Station, Indianer verbrüderten sich mit dem weißen Mann und auch die alten Römer fochten schon ihre Kämpfe aus.

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Die Zugbrücke fällt, das Ritterspektakel beginnt.

In diesem Jahr bevölkerten Ritter, adlige Burgfräulein, Handwerker, Gaukler und Narren den Jugendtreff Waldbronn. Und wie in den Vorjahren waren die 40 Plätze innerhalb weniger Minuten vergeben, freute sich Schäfer über die anhaltende Resonanz und fügte hinzu: "Mehr als 40 Kinder zwischen 8 und 13 Jahren können wir einfach nicht verkraften!"

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Die Knappen wurden von den adligen Fräuleins zum Ritter geschlagen und erhielten eine Urkunde.

Das Betreuerteam, die drei hauptamtlichen Mitarbeiter des Jugendtreff und sieben ehrenamtliche Helfer, unter ihnen auch die Michaela Merkle-Masino, Vorstandsmitglied des Trägervereins Jugendarbeit Karlsbad / Waldbronn, sammelten mit den Kids zunächst einmal Fakten über das Mittelalter. Dazu halfen Bücher aus der Gemeindebücherei Leseinsel ebenso wie Recherchen im Internet. So kristallierten sich schließlich die Bevölkerungsgruppen heraus mit fast 20 Rittern gefolgt von den kleineren Gruppen der Handwerker, der Bogenschützen, den Lanzenkämpfern, den Burgfräuleins und den Gauklern und Narren. Nun galt es zu klären, welche Kleidung die Menschen damals trugen und wie sie lebten. Dabei mussten sich die Kinder mit der Kleidung, der Ausrüstung, den Waffen der Menschen im Mittelalter auseinandersetzen und überlegen, wie alles umgesetzt werden könnte.

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Mit Schwertern kämpften die Ritter um Ehre und Vorherrschaft.

So präsentierte Linus, als Ritter Linus von Neuschwanstein, seine selbst gebastelte Rüstung mit Helm, Visier, Brustpanzer und Larp-Schwert, einer gepolsterten Waffe, mit der die Kids dann auch gefahrlos Schwertkämpfe vorführen konnten. Detlef Schäfer betonte dabei im Gespräch, dass bisher jede Ferienaktion absolut unfallfrei verlaufen sei.
Prunkstück im Freigelände war aber die große Ritterburg mit echter Zugbrücke, die zu Beginn knarzend heruntergelassen wurde. Zum Glück wurde die aus Kartons gefertigte Burg erst am Morgen des Freitag aufgebaut. "Den Regen in der Nacht hätte sie im Freien nicht überlebt", so Schäfer. Es gab für die Besucher viel zu entdecken im Mittelalter. Marktfrauen boten Stärkungen an, daneben stand ein Missetäter am natürlich selbst gebauten Pranger, derweil in der Schmiede, die Esse war entliehen von einem Handwerkerhof im Odenwald, Eisen erhitzt und zu Formen gehämmert wurde.

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In der Schmiede wurden auf echtem Feuer Waffen und Zierrat geschmiedet.

Stammgäste gibt es bei der Ferienaktion auch schon, wie der elfjährige Louis, der bereits mit in den Weltraum entschwebte und bereits zum 5. Mal mit von der Partie ist und hofft, dass er noch zweimal teilnehmen kann bis er 13 ist. Mit ihm um die Wette strahlte Burgfräulein Amy (8), die beim Ritterschlag das Schwert führen durfte. Als Erinnerung erhielt jeder Ritter auch eine Urkunde.
Die Begeisterung, mit der die Kids an den fünf Tagen bei der Sache waren, spürten dann auch die Eltern, Großeltern, Onkel und Tanten, die zum Ende des letzten Tags eingeladen waren, das Mittelalter hautnah mit zu erleben.


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