Gemeindenachricht

Faszinierende Posaunenklänge beim Kulturring


Christina Rieker, geschäftsführende Vorsitzende beim Kulturring, hatte mit viel Publikum gerechnet angesichts der Qualität der Gäste, und tatsächlich sind trotz widrigem Wetter auch gut 200 Zuhörer gekommen, die sich von den Gästen aus Leipzig verzaubern ließen. Zu diesem Zauber trugen die vier Leipziger Posaunisten von "OPUS 4" Jörg Richter, der auch das Programm mit Informationen zu den Instrumenten moderierte, Dirk Lehmann, Stephan Meiner und Wolfram Kuhnt bei. Auf das Programm hatten sie weihnachtliche Musik und Choralbearbeitungen von Komponisten der Barockzeit gesetzt, bei denen natürlich der Leipziger Thomaskantor Johann Sebastian Bach nicht fehlen durfte.


Mit ihren 4 Posaunen beeindruckten die Leipziger Musiker von OPUS4 auch in Waldbronn.

Welch ein klangschönes Instrument die Posaune ist, bewiesen "OPUS 4" an diesem Abend eindrücklich. Der von den vier Leipziger Gewandhausmusikern entfachte Klangfülle konnte sich niemand unter den Zuhörern entziehen und so gab es bereits nach den einzelnen "Partitas" lebhaften Beifall.
Den Beginn markierte als "Intrada" die "Marienvesper" des Luther-Zeitgenossen Claudio Monteverdi, und schon hier war zu erkennen, dass dieses Konzert in der Busenbacher Kirche einen Höhepunkt im Waldbronner Programm und bei den Konzerten des Kulturring werden wird. Gespielt wurde die "Intrada" auf den enger mensurierten Barockposaunen, die eigens für ein Projekt von "OPUS 4" nachgebaut wurden. Danach folgten, auf der modernen Posaunenform gespielte Choralbearbeitungen von Andreas Raselius, Johann Hermann Schein und Johann Sebastian Bach zu "Nun komm der Heiden Heiland". Diese Partita klang aus mit Bearbeitungen zu "Es ist ein Ros entsprungen" von Vulpius, Praetorius, Hassler und einer Weihnachtsmotette von Tomas Luis da Victoria.
Mit einem Höhepunkt klang die Partita zur Weihnachtszeit aus, wieder gespielt auf Barockposaunen. Nach Josquin des Prez und Thomas Selle und nochmals Hans Leo Hassler, erklang "Toccata und Fuge" von Johann Sebastian Bach auf Barockposaunen. Und hier zeigten die Musiker, was mit einer Posaune möglich ist. Schnelle, staccatoartige Läufe prägen dieses Stück und da eine Posaune allein nicht so filigrane Klangmuster erzeugen kann wie eine Orgel, haben die vier Musiker von "OPUS 4" eine faszinierende Spielweise entwickelt. Sie wechseln sich in rascher Folge ab und spielen versetzt. Die Zuhörer waren begeistert.
"Musik über die Weihnachtsfreude" vereinte Melodien von Jacobus Clemens non papa, Josquin Baston Palestrina und Valentin Haussmann. Mit der Partita zu "Vom Himmel hoch da komm ich her", sie vereinte Choralbearbeitungen von Bach, Praetorius und Schein, klang das Konzert aus.
Für den langanhaltenden Beifall bedankte sich "OPUS 4" mit zwei Zugaben. Den Schluss markierte "Tochter Zion freue dich" und hier bezogen auch die Zuhörer mit in das musikalische Geschehen ein.


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