Gemeindenachricht

Reichtum der Klangfarben begeisterte



Katarzyna Mycka und Conrado Moya gestalteten mit ihren Marimbaphones einen beeindruckenden Abend.

Ein interessantes Konzert auf hohem Niveau hatte der Kulturring Waldbronn im Programm. Bereits zum vierten Mal gab die Marimbavirtuosin Katarzyna Mycka ihre musikalische Visitenkarte in Waldbronn ab und auch diesmal staunten die Zuhörer über den Klangfarbenreichtum, den Mycka, diesmal zusammen mit dem Spanier Conrado Moya, ihrem Instrument entlockte.

Beide sind international gefragte Solisten auf dem Marimbaphon. Mycka erhielt inzwischen ab Oktober eine Berufung als Professorin an die Hochschule für Musik in Danzig.
Mit zwei original für Marimba geschriebenen Kompositionen beeindruckten Katarzyna Mycka und Conrado Moya gleich zu Beginn des Abends. "Departures", ein eher melancholisches Stück des Zeitgenossen Emmanuel Séjourné, markierte den Beginn. Von Anna Ignatowitz-Glinska folgte "The Silence Pierced by Distraction", bei dem beide ihren Instrumenten geradezu schwebende Töne entlockten.
Hohe Anforderungen stellte Libby Larsens "Like Blind Man Tapping in the Dark", das von beiden auf einem Marimba gespielt wurde. Da sie sich dabei gegenüberstanden, war für einen das Marimba immer seitenverkehrt zu spielen. Mit Maurice Ravels "Alborada del Gracioso" und "Valse Valse" des 1979 geborenen Daniel Nikolas Wirtz beschlossen Mycka und Moya den ersten Programmteil.
Der zweite Teil gehörte dann ausschließlich den "Goldberg-Variationen" von Johann Sebastian Bachs (BWV 988)in einer Transskription für zwei Marimbas. Im von Bach selbst veranlassten Erstdruck aus dem Jahr 1741 schreibt Bach als Vorwort von einer "Clavier Ubung bestehend in einer ARIA mit verschiedenen Veränderungen vors Clavicimbal mit 2 Manualen". Die Benennung nach dem Cellisten Johann Gottlieb Goldberg entstand posthum. Mycka und Moya bewiesen dabei ihre hohe Musikalität und ihre Virtuosität. Nur kurze Blicke reichten zur Verständigung, um mit jeweils vier Schlägeln virtuos eine facettenreiche Musik zu gestalten. Trotz der 45 Minuten Spieldauer riss die Spannung nie ab und die Zuhörer waren fasziniert vom Klangfarbenreichtum, den die beiden sympathischen Künstler ihren Instrumenten entlockten. Lang anhaltender Beifall dankte Katarzyna Mycka und Conrado Moya.
Christina Rieker, d8ie Geschäftsführende Vorsitzende des Kulturring Waldbronn, dankte zum Schluss den beiden Künstlern für einen außergewüöhnlichen Abend. Sie lud zum Schluss zur nächsten Veranstaltung des Kulturring Waldbronn ein, wenn am Sonntag, 7. Oktober um 19 Uhr im Kulturtreff Erik Lehmann vom Dresdner Kabarett-Theater "Die Herkuleskeule" mit seinem Programm "Uwe Wallisch – der Frauenversteher" zu Gast ist.


Katarzyna Mycka und Conrado Moya