Gemeindenachricht

Infoveranstaltung zur Sanierung L 623 - Anwohner bringen ihre Befürchtungen zum Ausdruck


Vertreter des Regierungspräsidiums und Bürgermeister Franz Masino informierten die Waldbronner Bürger über die anstehenden Umleitungsmaßnahmen anlässlich der Komplettsperrung der L 623.

Infoveranstaltung zur Sanierung L 623 -  Anwohner bringen ihre Befürchtungen zum Ausdruck


Die „dringend notwendige Sanierung“ (Zitat Bürgermeister Franz Masino) des Autobahnzubringers L 623, vielen bekannt auch als „Ochsenweg“ steht vor der Tür. Voraussichtlicher Baubeginn, so die derzeitige Planung des Regierungspräsidiums, ist der 8. April. Über die zwingend folgenden Einschränkungen und Umleitungen aufgrund der 9-monatigen Komplettsperrung der L 623 informierten jetzt die Vertreter des Regierungspräsidiums (RP) bei einer Infoveranstaltung in dem nahezu bis auf den letzten Platz besetzten Kurhaus.  
 
Jürgen Genthner, Leiter des Baureferats Mitte, und Projektleiter Tarik Quasem, stellten die Baumaßnahmen und die geplanten Umleitungen vor. Anschließend beantworteten die Fachleute noch viele Fragen ob der befürchteten Einschränkungen. Dass die Waldbronner Bürgerinnen und Bürger Verkehrsbeeinträchtigungen befürchten, zeigte sich bei der abschließenden Fragerunde. Leider, so Bürgermeister Frank Masino, werde es ohne Einschränkungen nicht gehen. Der Verkehr werde natürlich zunehmen. Gleichzeitig beschwor er die Anwesenden, dass quasi alle in der gleichen Situation seien und „wir da jetzt gemeinsam durch müssten“. Denn: Die Sanierung der L 623 sei dringend notwendig und könne nicht mehr warten.    
 
Baubeginn der Maßnahme ist der 8. April. Dauer: 9 Monate bis Dezember. Die Baulänge der L 623 beträgt 2,4 Kilometer. Voraussichtliche Kosten sind rund 8,4 Millionen Euro. Das Land ist der Bauträger. Die „marode“ Straße, so Jürgen Genthner, weise erhebliche Sicherheitsdefizite auf. Die Fahrbahn soll unter anderem von 6 auf 8 Meter verbreitert werden;  Kurven- und Gefälleanpassungen, neue Trassenführungen sowie ein saniertes Wirtschaftswegenetz sind ebenfalls vorgesehen.
 
Über die geplanten Vorsorge- und Umleitungsmaßnahmen informierte Projektleiter Tarik Quasem. Vor dem eigentlichen Baubeginn wird noch der Knotenpunkt Stuttgarter/Ettlinger Straße (ehemals Infohäuschen) umgebaut. Dafür ist dort an zwei Wochenende eine Komplettsperrung vorgesehen. Die Umleitung erfolgt über die Ostendstraße.
Nach dem eigentlichen Baubeginn am 9. April soll der Verkehr in Richtung A8 von Langensteinbach über Mutschelbach und Stupferich und in Richtung Karlsbad von der A8 kommend durch Reichenbach (Stuttgarter und Pforzheimer Straße) umgeleitet werden.
Entlang der innerörtlichen Umleitungsstrecken werden 30er Zonen und an den Durchfahrtsstraßen absolute Halteverbote eingerichtet. Letzteres auch an der Ettlinger Straße und am Freibad.  Ampelsteuerungen an der Stuttgarter/Ecke Pforzheimer Straße, am Kurhaus (Etzenroter Straße) und an der Ecke Pforzheimer Str./Merkurstraße sollen den fließenden und den Fußgänger-Verkehr regeln. Dennoch würden „an den ersten drei Tage chaotische Verkehrszustände nicht ausbleiben“, so die RP-Vertreter. Allerdings solle sich der Verkehr dann wieder relativieren.
 
In der abschließenden Fragerunde brachten viele Anwohner ihre Befürchtungen zum Ausdruck:
Hier ging es um das in Waldbronn geltende Durchfahrtsverbot für LKWs. Dies werde, so die RP-Vertreter, für die Umbauzeit aufgehoben, da es sich um eine offizielle Umleitungsstrecke handelt. Die AVG, so auf Nachfrage, wisse von den geplanten Maßnahmen und sei in alle Entscheidungen mit eingebunden. Ob es Änderungen im Fahrplan gäbe, konnten die Vertreter nicht sagen. Dass es weitere größere Baustellen gäbe, schloss Genthner aus. Allerdings, so Bürgermeister Masino, werden die Sanierungsmaßnahmen in der Josef-Löffler-Straße ebenfalls in diesem Zeitraum durchgeführt. Dadurch werde es aber nicht zu weiteren Einschränkungen kommen.
Einen befürchteten Schleichwegeverkehr werde die Gemeinde genau beobachten und entsprechend reagieren. Ebenso werden die Gemeinde die absoluten Halteverbote kontrollieren. Auch die Rad- und Fußwege, insbesondere auch die Schülerverkehrswege sollen in den ersten Tagen genau beobachtet werden und ggf. soll am Konzept nachgebessert werden.     
 
Abschließend warben sowohl Bürgermeister Franz Masino, als auch die RP-Vertreter für Nachsicht und Verständnis in der Umbauzeit.   
 
INFO: Das geplante Vorsorge- und Umleitungskonzept soll in den nächsten Tagen auf www.rp-karlsruhe.de online gestellt werden.
Eine weitere Infoveranstaltung findet am 12. März in der Aula des Schulzentrums, Karlsbad statt. Beginn ist um 19 Uhr.   

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