Gemeindenachricht

Auftaktworkshop „Kommunales Krisenmanagement für Waldbronn“


Auftaktworkshop „Kommunales Krisenmanagement für Waldbronn“ – Gemeinsam eine Krise bewältigen
 
Was tun bei Überschwemmungen, Starkregen, Stromausfall oder Verunreinigung des Trinkwassers? Extreme Situationen erfordern konsequentes und gemeinsames Handeln aller Beteiligten, um den Schutz der Bevölkerung und die Handlungsfähigkeit der Gemeinde sicher zu stellen.
Verwaltung, Feuerwehr, Störungsdienste  – alle müssen Hand in Hand arbeiten. Um bei Krisen einen geregelten Ablauf zu gewährleisten, ist es wichtig alle Beteiligten an einen Tisch zu holen. So geschehen im Rathaus beim Auftaktworkshop zum kommunalen Krisenmanagement.
Einstimmig hatte sich der Gemeinderat im September dafür ausgesprochen, zusammen mit der EnBW ein kommunales Krisenmanagement (Kosten rund 2800 Euro) zu veranstalten. Jetzt fand der erste Workshop statt. Zwei weitere werden noch folgen.
 
Gemeinsam mit Stefan Reuß und Margot Fritz von der EnBW sind die ersten Grundlagen erarbeitet worden, etwa das Festlegen relevanter Schutzziele und das Festlegen eines Krisenraumes mit Ausstattung (Rathaus soll im Zuge dessen mit einem Notstromaggregat versehen  werden). Am Ende des Workshops soll ein digitales Krisenhandbuch vorliegen, so Stefan Reuß, welches ein stressfreies und ruhiges Vorgehen während einer Krise gewährleistet. Dieses muss unter anderem die Krisenplanung, Kontaktlisten, Einsatzpläne und Checklisten enthalten.  

Primäres Ziel in einer Krise, die im Übrigen vom Krisenstabsleiter (Bürgermeister) ausgerufen wird und die Vorstufe zur Katastrophe ist, ist der Schutz von Leib und Leben. Es folgt der Schutz von Umwelt und Gesellschaft, Tieren, Infrastruktur und öffentliches Eigentum.
Nach dem Ausrufen einer Krise kommt der Krisenstab im Krisenraum zusammen. Der Krisenstab, der „so klein wie möglich, aber so groß wie nötig“ sein soll, wird vom Bürgermeister zusammengestellt und zusammengerufen, so Reuß. Nachdem die Arbeitsfähigkeit hergestellt ist, wird der Kriseneinsatzplan durchgegangen und eine Lagebesprechung einberufen, um die Situation zu erörtern, Maßnahmen einzuleiten und zu protokollieren.  
Abschließend sind während des ersten Workshops die öffentlichen Schutzziele abgearbeitet worden, beispielsweise das Rathaus, die Feuerwehren, DRK Einsatzzentralen, Schulen und Kindergärten. Auch wurde gemeinsam überlegt, wo ggf. eine Notunterkunft eingerichtet werden könnte.
Der nächste Workshop findet im Herbst statt.

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