Anstehende Vertiefungsgespräche zur Mobilität in Waldbronn
Ihre Meinung ist gefragt
Anstehende Vertiefungsgespräche zur Mobilität in Waldbronn Wie bewegt sich Waldbronn? Welche Wege legen die Menschen im Alltag zurück und welche Verkehrsmittel nutzen sie dafür? Mit diesen Fragen beschäftigte sich im vergangenen Jahr eine Online-Umfrage, an der sich insgesamt 2.177 Bürgerinnen und Bürger aus Waldbronn beteiligt haben. Die Befragung wurde im Rahmen des Forschungsprojekts „City-to-Country-Bridge“ des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) durchgeführt. Nun liegen die Ergebnisse vor:Das Auto dominiert, der Fuß- und Radverkehr ist innerhalb des Ortes wichtigFast zwei Drittel aller Aktivitäten werden mit dem Pkw erreicht. So erreichen beispielsweise 72 Prozent der Teilnehmenden ihren Arbeitsort mit dem Auto. Ziele innerhalb Waldbronns werden dagegen häufig zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreicht. Der öffentliche Nahverkehr spielt im Alltag bislang kaum eine Rolle. Eine Ausnahme bildet der Weg zur Ausbildungsstätte.Vielfältige Ziele des Alltags Die Wege der Waldbronnerinnen und Waldbronner führen an viele verschiedene Orte: 47 Prozent aller angegebenen Aktivitäten finden direkt in Waldbronn statt, darunter 63 Prozent der Einkäufe. 15 Prozent der Aktivitäten sind in Karlsruhe verortet. Hierzu zählen 70 Prozent der besuchten kulturellen Einrichtungen. 8 Prozent der Aktivitäten finden in Ettlingen statt. Auch die Nachbargemeinden Remchingen und Karlsbad spielen mit 12 Prozent aller Aktivitäten eine wichtige Rolle.Mobilität heißt oft auch andere zu begleitenEin wesentlicher Bestandteil des Alltags ist das Begleiten anderer Personen: 44 Prozent der Befragten geben an, hin und wieder Menschen auf ihren Wegen zu begleiten. Dabei werden aber nicht nur Kinder begleitet, sondern auch Erwachsene, etwa Familienangehörige, Bekannte oder Nachbarn. Bei Kindern handelt es sich häufig um Fahrten zu Betreuungseinrichtungen oder zum Sport, Erwachsene werden überwiegend zum Einkaufen und zu Erledigungen begleitet.Nutzungsbereitschaft automatisierter FahrzeugeWas die Nutzung automatisierter Fahrzeuge betrifft, zeigen sich die Befragten aufgeschlossen: 87 Prozent können sich vorstellen, diese grundsätzlich in ihrem Alltag zu nutzen: am häufigsten (34 Prozent) ein eigenes autonomes Auto. Fahrerlose Taxen, Minibusse sowie Busse und Straßenbahnen fänden jeweils rund 10 Prozent der Befragten passend für ihren Alltag.Diese Zusammenfassung bildet nur einen Ausschnitt der Ergebnisse ab. Weitere Informationen zum Projekt und eine detaillierte Ergebnisauswertung der Umfrage finden sie auf der Website des KIT-ITAS: https://www.itas.kit.edu/projekte.phpSo geht es weiter – Ihre Meinung ist gefragtDie Umfrage hat gezeigt, wann, wie oft und für welche Zwecke die Menschen in Waldbronn unterwegs sind. Im nächsten Schritt möchten die Forschenden nun im Detail verstehen, wie neue Mobilitätsdienstleistungen die Erreichbarkeit in Orten wie Waldbronn verbessern könnten.In so genannten Vertiefungsgesprächen widmen sich die Forschenden der Frage, was neue Verkehrsmittel mitbringen müssten, damit sie für Sie vor Ort auch tatsächlich genutzt werden. Dabei soll insbesondere darüber gesprochen werden, welche Chancen und Risken automatisierte (fahrerlose) Fahrzeuge im ÖV mit sich bringen.In den kommenden Wochen werden ausgewählte Personen zu diesen Vertiefungsgesprächen eingeladen! Wir möchten alle eingeladenen Personen ermutigen, an den Gesprächen teilzunehmen. Damit tragen Sie aktiv zu aktueller Forschung bei und helfen mit zu verstehen, wie die Mobilität der Zukunft aussehen sollte.Eine zweite Studie wird die Gestaltung von Haltestellen des öffentlichen Verkehrs untersuchen, sodass Nutzung und Umstiege möglichst angenehm erfolgen können. In der Studie können Personen verschiedene Haltestellen in einer digitalen Umgebung mit Virtual-Reality-Brillen erkunden. Hierzu werden ebenfalls Einladungen an ausgewählte Haushalte versendet!Vielen Dank für Ihr Engagement!Karlsruher Institut für Technologie (KIT) – Forschungsprojekt „City-to-Country-Bridge“ des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) Kontakt:
Dr. Maike Puhe & Paul Witte
Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
Karlstr. 11
76133 Karlsruhe
Telefon: +49 721 608-26487; +49 721 608-22313
E-Mail: c2c@itas.kit.edu
Web: https://www.itas.kit.edu/index.php
