Leitbild 2035+
Gemeinsamer Wegweiser für die Entwicklung der Gemeinde
Mit einer symbolischen Übergabe des Entwurfes an Bürgermeister Christian Stalf fand der Beteiligungsprozess zum neuen Leitbild „Waldbronn 2035+“ im Kurhaus seinen vorläufigen Abschluss. Das über 130 Seiten fassende Werk ist ein gemeinsamer Wegweiser für die Entwicklung unserer Gemeinde in den kommenden Jahren – erarbeitet von engagierten Bürgerinnen und Bürgern, Vereinsvertretungen und Gemeinderatsmitgliedern.
Bürgermeister Christian Stalf dankte allen, die sich eingebracht haben: „Dieser Prozess lebt vom gemeinschaftlichen Engagement.“
Besonders würdigte er die Mitglieder und Leitungen der sechs Arbeitsgruppen, die viele Hinweise, Ideen und Vorschläge gesammelt, beraten und zu konkreten Ansätzen weiterentwickelt haben. Auch dem begleitenden Fachbüro Futour sprach er seinen Dank aus: Die zügige und strukturierte Umsetzung des Prozesses sei dessen Unterstützung zu verdanken. Das Leitbild knüpft dabei an viele gute Gedanken aus dem früheren Leitbild 2025 an. Zugleich wurden neue Themen aufgegriffen und weitere Projekte angestoßen, die Waldbronn für die Zukunft gut aufstellen sollen.
Im Anschluss an die Vorstellung der Arbeitsgruppenergebnisse lud der „Info-Markt der Möglichkeiten“ dazu ein, die einzelnen Themen an Schautafeln noch einmal in Ruhe anzusehen. Bürgerinnen und Bürger konnten mit den Mitgliedern der Arbeitsgruppen ins Gespräch kommen und markieren, welche Maßnahmen und Ideen ihnen besonders wichtig sind. Diese Priorisierung liefert wertvolle Hinweise für die nächsten Schritte. Dabei ist das Leitbild ausdrücklich kein „Wunschkatalog“, bei dem jede Idee unmittelbar und vollständig umgesetzt werden kann. Nicht alle Vorschläge werden sich eins zu eins verwirklichen lassen – etwa aufgrund begrenzter finanzieller Mittel und personeller Ressourcen, fehlender Flächen oder rechtlicher Rahmenbedingungen. Dennoch macht das Leitbild sichtbar, welche Schwerpunkte die Bürgerschaft für Waldbronn setzt. Es gibt Gemeinderat und Verwaltung eine wichtige Orientierung und hilft dabei, künftige Entscheidungen und Projekte gezielt weiterzuentwickeln.
Fachbereichsleiter Reinhold Bayer gab abschließend einen Ausblick auf das weitere Verfahren: Voraussichtlich soll das Leitbild dem Gemeinderat in seiner Sitzung am 18. November zur Beratung vorgelegt werden. Zuvor werden die Ergebnisse in der Verwaltung weiter gesichtet und priorisiert. Auch die Arbeits- und Steuerungsgruppen sollen in die weitere Entwicklung eingebunden werden.
So endet mit der Abschlussveranstaltung zwar die intensive Beteiligungsphase – die eigentliche Arbeit am Leitbild beginnt nun erst: Schritt für Schritt sollen aus den vielen Anregungen realistische und wirksame Projekte für ein lebenswertes Waldbronn entstehen.
Sechs Themenfelder im Mittelpunkt (einige Beispiele)
Orts- und Innenentwicklung: Hier geht es unter anderem darum, attraktive Begegnungs- und Aufenthaltsorte für alle Generationen zu schaffen, Ortskerne weiterzuentwickeln und Fuß- sowie Radverkehr stärker mitzudenken.
Kurort, Tourismus und Freizeit: Waldbronn soll für Gäste ebenso attraktiv bleiben wie für die Menschen, die hier leben. Ein langfristiges Konzept für den Kurpark und die weitere Stärkung der Freizeitangebote spielen dabei eine wichtige Rolle, einschl. Überblick über alle Veranstaltungen.
Bildung, Soziales und gesellschaftliches Engagement: Gute Angebote für Kinder, Jugendliche, Familien und ältere Menschen sowie ein lebendiges Vereins- und Ehrenamtsleben stehen im Fokus. Künftig sollen insbesondere junge Menschen noch stärker an der Weiterentwicklung der Gemeinde beteiligt werden.
Klima, Ökologie und Nachhaltigkeit: Ziel ist es, Waldbronn widerstandsfähig gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen und Natur, Ressourcen und Lebensqualität langfristig zu schützen.
Digitalisierung: Das digitale Rathaus soll weiter ausgebaut werden – sowohl bei den Angeboten für Bürgerinnen und Bürger als auch bei den internen Abläufen der Verwaltung. Dieser Punkt ist im Vergleich zum Leitbild 2025 neu.
Wirtschaft und Arbeit: Die Arbeitsgruppe hat unter anderem den Bedarf einer aktiven Wirtschaftsförderung und die Frage nach künftigen Gewerbeflächen in den Blick genommen. Bei letzteren soll eine Entscheidung (für oder gegen) herbeigeführt werden.
