40 Jahre gelebte Freundschaft
Waldbronn feiert seine Städtepartnerschaften
Mit einem bunten, herzlichen und vielfältigen Festwochenende hat Waldbronn vergangene Woche das 40-jährige Bestehen seiner Städtepartnerschaften mit Monmouth in Wales und Saint-Gervais-les-Bains in Frankreich gefeiert. Drei Tage lang standen Begegnung, Austausch und vor allem die enge Verbundenheit zwischen den Menschen im Mittelpunkt. Dabei präsentierte sich Waldbronn seinen Gästen einmal mehr als offene, gastfreundliche und liebenswerte Gemeinde.
Bereits am Freitagabend kamen die Delegationen und Gastgeber im Kulturtreff zu einem ersten gemeinsamen Begrüßungsabend zusammen. Bei frisch gezapftem Bier vom Lindenbräu, leckerem Flammkuchen und musikalischer Begleitung durch Studierende der Musikschule Karlsruhe entstanden schnell gute Gespräche, fröhliche Begegnungen und viele schöne gemeinsame Momente. Alte Freundschaften wurden aufgefrischt und neue Kontakte geknüpft – ganz im Sinne der lebendigen Partnerschaften.
Am Samstag stand zunächst ein gemeinsamer Ausflug nach Bad Herrenalb auf dem Programm. Gemeinsam mit zahlreichen Waldbronnerinnen und Waldbronnern ging es stilecht mit dem historischen Dampfzug ins Albtal. Schon zuvor sorgte die Volkstanzgruppe „Groupe Folklorique La Chamoschire“ aus Saint-Gervais mit ihren traditionellen Tänzen für beste Stimmung am Bahnhof. In Bad Herrenalb wurden die Gäste von Bürgermeister Klaus Hoffmann empfangen, ehe sich eine Stadtführung durch die historische Klosterstadt sowie die Eintragung ins Goldene Buch anschlossen.
Ein besonderer Höhepunkt des Wochenendes war der große Festakt im Kurhaus. Charmant, souverän und dreisprachig führte Claudia Kiso vom Freundschaftskreis Monmouth durch das abwechslungsreiche Programm. Für die musikalische Eröffnung sorgte das Flötenensemble Baobab der Musikschule Ettlingen.
In ihren Festreden unterstrichen die Bürgermeister Christian Stalf, Jean-Marc Peillex aus Saint-Gervais und Jackie Atkins aus Monmouth die große Bedeutung der jahrzehntelangen Partnerschaften. Bürgermeister Christian Stalf verglich die langjährige Freundschaft augenzwinkernd mit der Sanierung der Pforzheimer Straße: Eine Partnerschaft müsse gepflegt werden, brauche Abstimmung und Engagement – vor allem aber lebe sie von den Menschen, die sie mit Leben füllen.
„Durch das Feuer der Begeisterung haben die Frauen und Männer die Partnerschaft 40 Jahre lang am Leben gehalten“, sagte Jean-Marc Peillex. Als Zeichen der Verbundenheit überreichte er ein Bild des majestätischen Mont Blancs sowie eine kleine gusseiserne Brücke als Gastgeschenk. Jackie Atkins betonte: „In einer Welt des ständigen Wandels sind langjährige Freundschaften, Gemeinsamkeiten und eine enge Verbundenheit von unschätzbarem Wert.“
Auch die Vorsitzenden der Partnerschaftsvereine berichteten in einer Gesprächsrunde von den vielen gemeinsamen Erlebnissen und der besonderen Nähe zwischen den Menschen. Sandra Anderer vom Freundschaftsverein Monmouth hob insbesondere die herzlichen Begegnungen und die Gastfreundschaft hervor. Stephan Esser vom Freundschaftskreis Saint-Gervais erinnerte an die Corona-Zeit, in der man selbst online Wege gefunden habe, den Kontakt lebendig zu halten. Einig waren sich alle: Städtepartnerschaften schaffen Begegnungen über Generationen hinweg und sind gerade für junge Menschen ein wichtiger Beitrag zu einem gemeinsamen Europa – persönlich, direkt und „offline“.
Für Begeisterung sorgten zudem die zahlreichen kulturellen Beiträge: Zirkusartist Simon Moreau faszinierte mit Jonglage und seinem „Pony Balthasar“, das Tanzsportpaar Ida Schultz & Adrian Freudig beeindruckte ebenso wie die Volkstanzgruppe „La Chamoschire“. Mit großem Applaus verabschiedet wurde schließlich auch das „Harmonie Municipale de Saint-Gervais“, das erst nach einer Zugabe die Bühne verlassen durfte.
Ein herzliches Dankeschön galt allen Mitwirkenden, den Partnerschaftsvereinen sowie dem Team von Schwitzers Hotel am Park für die hervorragende Unterstützung und Organisation.
Den stimmungsvollen Abschluss des Wochenendes bildete am Sonntag ein geistlicher Impuls, musikalische Beiträge des Schulchores der Anne-Frank-Schule sowie die Tanzgruppe „La Chamoschire“. Bevor sich die Gäste wieder auf die Heimreise machten, wurde noch symbolisch der neue „Europäische Partnerschaftskreisel“ in der Ettlinger Straße eingeweiht – ein sichtbares Zeichen für die enge Freundschaft zwischen den Gemeinden.
So ging ein wunderbares Wochenende zu Ende – geprägt von Herzlichkeit, gelebter europäischer Freundschaft und vielen besonderen Begegnungen, die noch lange in Erinnerung bleiben werden.
